Archive for January, 2007

Hier war ein mal eine witzige Verunglimpfung des MediaMarkt-Schriftzuges und des -Claims. Diese wurde Verboten, obwohl sie auch nicht unverschämter oder ordinärer war als das Vorbild.

media-bloed

Mehr dazu auf diesem Blog und auf der Media-Blöd Site.

„Saubillig und noch viel mehr“ lautet der aktuelle „Claim“ des Mediamarktes. Diese Art von Verblödung wird auf www.media-bloed.de parodiert. Und obwohl eine Parodie angesichts derartiger Blödheit kaum möglich schein, ist es Rainer Kohnen gelungen einen empfindlichen Nerv zu treffen. Vor allem den Nerv der Mediamarkt Saturn Holding und ihrer Rechtsanwälte Steinhöfel/Höbelt. Diese versuchen den Betreiber von media-bloed.de mit Unterlassungserklärungen von der öffentlichen Bühne zu stoßen, was den Fall und das Thema erst die gebührende Ausmerksamkeit zukommen lassen wird. Weiter so Mediamarkt kann man da nur sagen und Rainer Kohnen wünschen, daß er durchhält und Unterstützung erhält.

Nachtrag: Lesenswert ist die rechtliche Betrachtung des Falls auf law-blog.de. Abgesehen vom Juristischem ist der Beitrag recht pointiert geschrieben und kultiviert den typisch trockenen Juristenhumor. Als Vorgeschmack des Ende:

Ziel der Sau-Werbeaktion war ja offenbar, Aufmerksamkeit zu erregen und auch kontroverse Reaktionen hervorzurufen. Nun sollte man sich auf nicht wundern, wenn das geschieht.

BUND enttarnt Spritfresser

via sum1

Der BUND hat neulig 3 Autoverbungen (BMW, Mercedes und VW) “geadbustet” (Thema: Global Warming). Die ergebnisse des Subvertisment sind echt fein!! BUND hat dazu auch noch einen Autowerbung-Adbusting-Contest ausgeschrieben: 1. Preis = ein sehr laessiges Cruiser-Bike.

Nachher:

vw2.jpg

Vorher:

vw1.jpg

Anscheinend ist hier jemand wirklich sauer auf Nike …

nike-hack-2.jpg

– schnittig –

Broken link

via Wooster Collective kommt dieser sehr sehr coole Sticker:

borkenlink.jpg

… dazu gab’s auf Wooster noch dieses seltsame kommentar:

[…] We love how the simple sticker makesw a statement against the plethora of ugly white posters that you can’t avoid seeing in cities around the world.

Ich hingegen, finde weisse Billboards eigentlich nicht “ugly” sondern beruhigend fuer Augen und Hirn. In diesem Sinne, kann dieser Sticker auch anders interpretiert werden.

Das ABC der Marken

Wortwörtlich! Jetzt auch als Font Namens „Consume More“ (it’s free!)

FONT consume more

Visual kidnapping?

Handelt es sich hier um v.k. oder um die leidenschaftliche Aktion eines extreme-Fans?

panoramica.jpg

detail.jpg

via Wooster Collective:

redbull_outsides.gif

Oh mann o mann o mann!!! Ich kann es noch kaum glauben! Redbull versucht ja seine schleimigen Finger ueberall dort hinzubekommen, wo “coolness” herrscht. Nach extremsportarten und -events-sponsoring kommt… aber natuerlich, street art!!

Es gibt 2 sehr interessante sachen im Wuppertaler OUTSIDES projekt:

1. Zevs ist dabei. Ja, der super-debrander-marken-werbung-corporation-hasser, der erfinder von Visual Kidnapping!!! In diesem Fall kopiert er ausserdem eine neue street art technik, die aus San Paolo stammt (Orion): Waende hier und da putzen, anstatt sie zu “versauen”.

2. Die Webseite des Projekts, wo kein Redbull-Logo erscheint und wo ueberhaupt Redbull nicht stark praesent ist. Ich selbst, habe es erst im nachhinein gemerkt. Warum das? Schaemen sich die Veranstalter etwa? Anscheinend (wer Lust dazu hat, kann den Franz Liebl Text etwas genauer durchlesen) handelt es sich hier um eine ganz neue, nicht aufdringliche Art von Branding:

But what is it all about then? Maybe the key for an answer to this question is that “Outsides – A Red Bull Street Art Project” is not at all about marketing but rather fundamentally about organisational development. […] When a company gets up the nerve to do such a thing (an illegal thing) and admit responsibility for it the effect will be an increased sense of corporate identity within the organisation and an increased level of identification with the brand among consumers. That’s because consumers will perceive a credible concordance between the brand’s claimed values and the brand’s and company’s image: in this case “non-conformism” is meant to be the company’s central value (Franz Liebl)

Ok, also basiert diese Art von Branding auf das Prinzip illegal = cool und vielleicht wollte gerade deshalb Redbull nicht 100% praesent sein, richtig? Der Brand ist da, aber nicht wie ueblich, sehr subtil! Man sagt, das sei das erste mal, dass ein fetter Brand illegale Aktionen sponsort, interessant. Ich kann mir schon einen Nike-Bankueberfall vorstellen!

Aus der Westdeutschen Zeitung: “Mitte November soll eine Webseite den Marketingcoup enthuellen – Buch und Film sind geplant. “Sie wollen damit zeigen, dass sie jung und undergroundig sind und polarisieren”, sagt R.K.D.U”.

outside_redbull.jpg

ABSTRACTOR

via Wooster Collective:

abstractor.jpg

Abstractor is the latest guerilla intervention from the creator of The Bubble Project (Ji Lee – Pleaseenjoy).

The project transforms the video billboards that are now popping up all over Manhattan (as well as other cities) into pieces of public art.

Die subversiven „The Bubble Project“ und „Abstractor“ machen auch auf ein weiteres (nicht unrelevantes) Dilemma aufmerksam: wie kann jemand wie Ji Lee Werbung hacken, die sich auf demselben Niveau befindet wie die Werbung, die er selbst als Hauptbeschäftigung entwirft (Coca Cola)?

Auch die härtesten Kritiker dürfen Spaß haben. Selbst die härteste Kritik darf witzig sein. Leuchtendes Beispiel: Dr. Toni Mahoni

ein paar Auszüge aus seinem umfangreichen Werk:

Zum Thema

a) Macht und Verantwortung des Konsumenten: „Ketten“

b) Tücken des verantwortungsvollen Konsumes: „Prinzipien“

c) Vereinnahmung und Ausverkauf von (Sub)Kultur: „Rio Markt“

d) Leistungsdogma und Arbeit als Absorptionsmechanismus des Systems: „Sehnsucht nach Vakuum“

Es ist auch möglich der Entwicklung des fortlaufendes Werkes via RSS-Feed zu folgen.

Citylights umgestalten

Citylights umgestalten

Sehr praxisorientiert präsentieren sympathische junge Niederländer ihre Aktion, die darin besteht, die von hinten durchleuchteten Stadtwerbungen („deutsch“: Citlylights) mit dem passenden Schlüssel zu öffnen, um dann die Plakate auszutauschen, bzw. überarbeitet Versionen zu platzieren. Bilder gibt es auf flexmens.org, ein charmanter Film, an dessen Ende eine Anleitung zum öffnen der Leuchtkästen in einen Leuchtkasten gehängt wird, gibt es auf reageerbuis.com. Alles auf Holländisch, aber auch ohne Sprachkenntnis gut zu verstehen.

Gefunden auf dem Blog der Kommunikationsguerilla

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