Archive for March, 2010

Fakten statt Images

“Images” sind nicht Tatsachen. Ebenso banal, wie witzig wird die absurde Diskrepanz zwischen beidem auf Werbung gegen Realität von pundo3000 vorgeführt. Wer sich beim Einkaufen faktisch informieren will, der kann das nun auch, mit Codecheck – Bar-Code scannen und via mobiler Applikation auf eine Datenbank von Produktinformationen zugreifen. Die stärke des Web – allen Informationen nur “one click away” – jetzt überall. Und das ohne Texteingabe. Hier haben es Brands schwierig ihre Image-Wolken sauber zu halten.

Redbull Codecheck

Codecheck Zugriffsmöglichkeiten

Für seine Produktinformationen greift Codecheck auf renommierte Experten zurück: Deren von der Industrie unabhängigen Organisationen sind schon lange und international tätig oder stehen als staatliche Institutionen unter ständiger Aufsicht. Momentan arbeitet Codecheck mit Informationspartnern aus folgenden Feldern: Kosmetische Inhaltsstoffe, E-Nummern, Label/Gütesiegel, Nährwerte und der den Strichcode vergebenden Organisation GS1.

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Gute Sache, für alle die’s genau wissen wollen. Ich mach’s mir einfacher indem ich Konserven und Abgepacktes meide, und versuche vor allem Frisches aus der Umgebung zu kaufen und natürlich ‘bio’. Das vermeidet neben Schadstoffen im Essen auch noch einen Haufen anderen Mist (unnötige Umweltschäden durch Transport und Landwirtschaft, Abfall und Tierquälerei). Im Supermarkt bleibt dann bloß kaum noch was übrig … und im ‘busy’ Großstadtarbeitslebenstil bleibt auch mir nur der gerade bestmögliche Kompromiss. Wie immer ;)

Mehr als 1000 Worte

National Priorities Project analyzes and clarifies federal data so that people can understand and influence how their tax dollars are spent.

360° Matrix

Welt der Medien

Dieses Bild ziert das Cover eines amerikanischen Marketing-Buches über Zuschauer-/Nutzermessungen und visualisiert dabei wunderbar die Situation des modernen Individuums, das die Welt primär aus den Medien kennt. Und die Medien spiegeln eine Welt der Unternehmensinteressen wieder. Denn die finanzieren die Massenmedien, indem sie die von den Medien aggregierte Aufmerksamkeit einkaufen, um auf diesem Weg ihre Botschaften (“Brand-Messages”) zu den Individuen zu befördern. Die Medien optimieren ihr Programm so, daß es möglichst viel Aufmerksamkeit zahlungskräftiger Zielgruppen auf sich zieht und optimal zu den Marketing-Botschaften passt.

Das ist alles nicht Neues, in Anbetracht diese Bildes wird nur augenscheinlich wieso Unternehmen dafür enorme Summen ausgeben: sie kreieren unsere Welt.

Was wir von der Gesellschaft und ihrer Welt wissen, wissen wir fast ausschließlich durch die Massenmedien. Gleichzeitig haben wir jedoch den Verdacht, dass dieses Wissen manipuliert wird. Zumindest kommt es extrem selektiv zustande, gesteuert zum Beispiel durch wenige Faktoren, die den Nachrichtenwert von Informationen bestimmen oder Unterhaltungssendungen attraktiv erscheinen lassen.

Niklas Luhmann in DIE REALITÄT DER MASSENMEDIEN