Was steckt hinter McDonald’s Bauernhof-Idylle? auf foodwatch.de

A Decade of Brands

Aus der Entwicklung der Top 20 Brands innerhalb der letzten Dekade kann man so einiges herauslesen. Mit der gut gemachten interaktiven Infografik macht das deuten und spekulieren richtig Spaß.

Auf der Einstiegsseite zu den Best Global Brands 2009 ist eine Menge mehr flott aufbereitetes und aussagekräftiges Material versammelt. Die komplette Liste der Top100 2009 lässt weitere Schlüsse ziehen. Zählt man den Wert der Top10 Brands zusammen erhält man die stolze Summe von 422,901 Milliarden $. Wäre interessant zu wissen, wie viel ausgegeben wurde, um das zu erreichen. Das kann ich nicht sagen, aber ich kann ungefähr beziffern, was in den USA 2009 insgesamt für Marketingkommunikation (inkl. Werbung) ausgegeben wurde: 470 Milliarden $ (errechnet aus Angaben im VSS Forecast 2009). Vielleicht ist ein Zehntel, ein Viertel oder sogar die Hälfte dieser Summe in Kommunikationsarbeit geflossen, die es ermöglicht hat den Wert der Vorstellungen in unseren Köpfen, also der Images, zu besagten 10 Marken auf fast 423 Mrd$ zu treiben. Wie groß auch immer der Anteil war, es hat sich offensichtlich gelohnt. Es ist also zu erwarten, daß immer noch mehr für den Aufbau von Images ausgegeben werden wird. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers wurde der Anteil des Markenwertes am Gesamtunternehmenswert im Jahr 1999 noch mit 56% bewertet und im Jahr 2005 bereits mit 67%. Dieser Markenwert ist im Endeffekt nichts anderes als die Summe der zu erwartenden Umsätze, die aufgrund positiver Images erzielt werden. Um Images so zu stärken, daß sie als Motivation für mehr Konsum funktionieren, werden mehr Image-relevante Informationen verbreitet werden müssen, die unsere Vorstellungen zu den propagierten Marken schönfärben und festigen. All das, was wir zu sehen und zu hören bekommen, wird noch mehr auf eine Steigerung von Konsum und Leistung hinauslaufen. Mehr Geld für Marketingkommunikation bedeutet mehr Konsum- und Leistungsbotschaften, denn diese spiegeln das inhärente Interesse von Unternehmen wieder: Konsum steigern, um Gewinne und Marktanteile zu maximieren – Leistung steigern, um die Produktivität zu maximieren). Andere Botschaften werden von so viel finanziell gestütztem Kommunikationsdruck noch weiter verdrängt werden. Die begrenzte Aufmerksamkeitskapazität der Konsumenten wird zu noch höheren Anteil von Marketingbotschaften gefüllt werden. Es wird immer weniger Aufmerksamkeitsbudget für Themen und Motive übrig bleiben die nichts mit Konsum und Leistung zu tun haben, ähnlich wie finanzielle Budgets für wichtige Angelegenheiten, wie Bildung und Entwicklung, darunter leiden, dass entschieden wird mehr Mittel in anderes zu stecken, z.B. in Marketingkommunikation.

Ausgaben (in Milliarden $ und gerundet):

470 für Marketingkommunikation (inkl. Werbung) in den USA 2009

97 für Bildungswesen in den USA 2006

417 für Werbung weltweit (Schätzung 2009)

120 für Entwicklungshilfe weltweit 2006

Man könnte den Eindruck gewinnen es sähe düster aus. Ich glaube aber zwei Tendenzen zu erkennen, die mir Hoffnung geben:

1. Die zunehmende Rolle des Internet entzieht dem Konglomerat aus Unternehmen und Medien die Hoheit über die öffentlichen Themen und “Bilder”. Damit wird es schwieriger die gleichzeitige Präsenz von Image-relevanten Informationen (“Brand Messages”) herzustellen, die notwendig ist um Images zu etablieren und einigermaßen unter Kontrolle zu halten (denn ohne enorme Präsenz werden Image-relevanten Informationen nicht zu gleichförmigen Vorstellungen in den Köpfen der Konsumenten synchronisiert).

2. Der Marken-Wert von den Unternehmen, die primär von ihrem Image leben (Coca Cola, Gucci, etc.) und kaum von einer tatsächlichen Überlegenheit ihrer Produkte oder Dienstleistungen, wird sich nicht endlos steigern lassen, sondern wie eine Spekulationsblase platzen. Hierzu müssen natürlich zunächst die Konsumenten erkennen, daß sie den Image-Mehrwert gar nicht nötig haben, und sie auf das Produkt verzichten können oder ein Noname-Ding es ebenso tut. Im nächsten Zuge werden dies die Anleger und Bewerter erkennen. In Folge dessen werden die Kurse der Marken-Werte werden in den Keller sausen. Überleben werden dann nur die Marken, deren Produkte einen funktionalen Mehrwert liefern, wie es beispielsweise bei google der Fall ist. Deren Mehrwert wird täglich Millionenfach erlebt. Google investiert in Innovation und kaum in reine Image-Kommunikation. Der Markenwert von Google hat im letzten Jahr um 25% zugelegt. Das zeigt wo’s lang geht und es ist allemal eine gesündere Entwicklung, als diejenige an deren Höhepunkt wir momentan stecken (das Problem von Privacy und Monopolmacht von Giganten wie google ist ein anderes Thema).

Image-Konsum 2.0 und weiter

Das Leben verlagert sich weg von der Straße rein in’s Netz. Blöd nur, daß man da nicht zeigen kann, was man sich geleistet hat. Blippy schafft endlich Abhilfe.

Blippy – “a fun and easy way to see and discuss the things people are buying”. Wir sind im 21. Jahrhundert angelangt. Blippy ist ein neuer Netzdienst, in dem Leute sich gegenseitig zeigen können, wo, wofür und wie viel Geld sie ausgegeben haben. Es ist ganz einfach: man gibt seine Kreditkartendaten (“Visa, Mastercard, and more”) oder seine Zugangsdaten bei iTunes, Amazon oder anderen Einkaufsportalen an – und alle können sehen, wofür man sein Geld ausgibt. Web 2.0-gerecht können die Ausgaben natürlich auch kommentiert werden. Ist doch klasse, oder?

(aus den Verriss des Monats auf heise.de: Shopping-Porno von Peter Glaser)

Konsum mag identitätsstiftend sein, aber vor allem dient er der Pflege des eigenen Image – doch nur, wenn die Anderen auch wahrnehmen, was ich konsumiere! Denn alles was ich sichtbar konsumiere verweist auf bestehende Images (von Marken, Lifestyles, etc.). Die Verlagerung des Konsums in’s Virtuelle verlangt neue Formen des sichtbar machens von Image-Referenzen. Nirgendwo werden Referenzen so explizit gesetzt, wie im Web: ich bin “Follower von…”, “Freund von…”, “Fan von…”, ich habe Lieblingslisten bei eCommerce-Anbietern, Links auf Social-Bookmark-Plattformen, etc. etc. Nur mein Konsum verbleibt im Netz wenig sichtbar. Man kann gespannt sein, was da noch so kommen wird.

Wenn der Image-Konsum – Konsum, der durch den Image-Aspekt von Produkten motiviert ist – sich auf virtuelle Produkte beschränken würde, hätte das zumindest den Vorteil, daß wenig Kollateralschäden an Umwelt und Menschen entstünden, da hierfür kaum natürliche Ressourcen in Produkte verwandelt werden müssten (abgesehen von der notwendigen Computer/Netzwerkinfrastruktur und ihrem Energieverbrauch). Das wäre dann wohl im Sinne von Timo Seghal’s “andere(r) Form der Produktion”. Es lebe also der virtuelle Konsum von rein immateriellen Produkten! (Zumindest so lange wir “Image” brauchen, um uns zu definieren – könnten wir dies ablegen, so bliebe uns ein Haufen Mist erspart !-)

Straf-, Denk- oder Merkzettel?

Einleger in der Ausgabe 60 (Juli/August 2005) des Adbuster Magazines

Adbusters 60 Strafzettel Vorderseite

Adbusters 60 Strafzettel Rückseite

Passt zur unter “Auto – von Arbeit bis Image” geführten Diskussion. Ob dies bei Autofahrern einfach nur blanke Abwehrreaktionen verursacht oder tatsächliches Umdenken auslösen kann, ist schwer zu sagen. Ich finde die Mischung aus Information/Aufklärung und Ironie klasse. Schön auch, daß Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden und nicht nur betraft wird.

Auf was wie viel Wert gelegt wird

auf “einen Blick”:

Budget im VergleichPDF

aus der Serie “Wissen in Bildern” der Zeit.

Solch einfache Mittel machen doch einiges klar und ziehen verzerrte Realitäten wieder glatt, wie auch die exzellente “Image vs. Facts“-Grafik aus der Arbeit “reality checking device” von Susanna Hertrich.

Jetzt muss wohl selbst ich noch meinen Senf zum Medienereignis #1 in 2010 zum Besten geben. Denn seit das iPad präsentiert wurde kreisen meine Gedanken immer wieder um dieses Ding und den Wirbel, den es auslöst (gab es denn schon mal ein neues Produkt, das in den Tagesthemen vorgestellt wurde? Und es auf die Titelseite so ziemlich jeder bedeutenden Zeitung schaffte? Aber um Medienhype, PR und Branding geht es an dieser Stelle mal ausnahmsweise nicht.

Etch a Sketch statt iPad

Gerade habe ich die FAZ am Sonntag aus der Hand gelegt, die ich nur gekauft habe, weil mich der Titel „Die Politik des iPad“ angesprungen hat und in der Tat fand ich darin einige meiner Gedanken wieder. Frank Schirmmacher reitet da die „Technologie ist Ideolgie“-Nummer, fasst eloquent die gesammelte Kritik am iPad zusammen und spekuliert über dessen kulturelle Bedeutung und den gesellschaftlich-medialen Wandel hin zu einer Welt à la iPad. In diesem Zusammenhang benutzt er sogar das Wort „Bewusstseinsindustrie“! Mir geht es hier aber nicht um Schirmmacher’s sehr lesenwerten Artikel an sich, sondern darum, wie wichtig es ist Sachen selbst machen zu können, anstatt primär zu konsumieren und sich damit den großen Machtkonglomeraten vollkommen auszuliefern. Auch Schirmmacher bezieht sich u.a. auf den CCC, Jaron Lanier, die wie Lawrence Lessing und viele andere eintreten für offene Systeme, frei zugängliche Entwicklungswerkzeuge und Inhalte (von Open Source zu Creative Commons). Das iPad steht für den Gegenentwurf, für eine Welt in der alles einfach und bequem ist, man nichts machen muss, aber auch nichts machen kann, was nicht vorgesehen ist.

“Selbst machen können” ist nicht nur im Bereich Computer und Software wesentlich. Offene Systeme, zugängliche Werkzeuge sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten zum selbst machen sind in allen Bereichen wichtig ist. IT ist sicherlich heute die mächtigste Kulturtechnik, weshalb die Möglichkeit zur kreativen Produktion in diesem Feld so wesentlich, um die Welt mitgestalten zu können. Aber auch ein Möbel zusammenzimmern zu können oder in der Lage zu sein Gemüse anzubauen macht autonom. Musik, Bilder, Theater, etc. selbst zu machen ist Glück abseits von Konsum und befreit somit von dessen Zwängen und Nebenwirkungen. Eigene Gedanken fassen und seine Meinungen artikulieren zu können macht mündig (selbiges gilt für Gefühle). Und nur wer mündig ist, kann Verantwortung für sich und sein Tun übernehmen. Wer keine Verantwortung übernimmt wird Opfer. Opfer der Umstände denen er/sie sich ausliefert – oft freiwillig! (was nicht heißen soll, dass jeder alleiniger Gestalter seiner Umstände wäre. Man selbst ist aber der wesentlicher Faktor, zumindest wenn man so privilegiert ist wie ich: meine Primärbedürfnisse werden problemlos erfüllt, ich habe guten Zugang zu Informationen und es gibt relativ wenig, was meine Freiheit übermäßig einschränkt außer selbst gewählte Verpflichtungen/Situationen und empfundene Erwartungen).

Um freiwillige Unmündigkeit und übermäßige Machtkonglomerate zu vermeiden ist es essentiell, dass jeder mal erlebt, wie befriedigend es ist Kraft der eigenen Fähigkeiten – der Phantasie, der Logik und des „Handwerks“ – etwas zu schaffen, um so eine Haltung zu gewinnen, mit der es ein Vergnügen ist an selbst gewählten Aufgaben zu wachsen. Also, wenn ihr euren Kindern schon Konsolen kauft, dann zeigt ihnen wenigstens, wie sie gehackt werden können! Und wenn ihr so ein iPad kauft, dann habt Spaß und benutzt es kreativ als Spielzeug, wie meine Tochter das Rote Ding da oben, aber baut es nicht wie vorgesehen in euer Leben ein, denn dann baut euch ein!

iPad = Newton

Und jetzt noch drei Worte zum iPad an sich: mir gefällt’s! Aber ich glaube nicht an seinen Erfolg – zumindest nicht kurzfristig. Das Ding ist seiner Zeit ebenso voraus, wie es damals Apple’s Newton war. Diese Vorlage für alle ‚Handhelds’ war ein Flop, weil weder die Gewohnheiten, noch die Technologie so weit waren. Mobile Kommunikation steckte Anfang der 90er noch in den Kinderschuhen, Wireless gab praktisch noch gar nicht und ein Handy hatten nur Geschäftleute, die es wirklich brauchten und bezahlt bekamen. Der Hemmschuh des iPad ist schlichtweg seine Größe. Die ist momentan noch notwendig, um ein großes Display unterzubringen und das wiederum ist Voraussetzung für vernünftige Anwendungen, für die der verfügbare Platz auf dem iPhone-Display einfach zu klein ist. Doch wo soll man das iPad denn hinstecken, wenn man unterwegs ist? Zu groß für die Jackentasche und wenn ich eine extra Tasche mitschleppen muss, dann kann ich da auch gleich meinen Laptop reinstecken. So etwas wie das iPad wird erst richtig erfolgreich, wenn es möglich ist Displays auszuklappen, aufzublasen, holografisch zu projizieren oder wie auch immer aus einem kleinen Gerät herauszuzaubern.

Und bis sich das Ding als universelle Fernbedienung zu Allem (inklusive dem gesamten Internet) und als Life-Style-Entertainment-Tablette für zwischendurch etablieren wird, kann es noch dauern, denn momentan dürfte nur eine kleine “Life-Style-Elite”, die sich einen solches Luxus-Gadget leisten kann, bereit sein dafür Geld auszugeben. Langfristig hingegen zeigt’s schon auf, wo es hingehen könnte…

Was ist eigentlich Image? #1

Ein Image von etwas ist das von dem wir annehmen, dass es sich alle unter dem Image von diesem Etwas vorstellen.

Ähnlich wie wir annehmen ein Tisch sei etwas, was sich alle vorstellen, wenn sie „Tisch“ hören. So wie die Verbreitung einer einheitlichen Bedeutung von Worten geschehen ist, so verbreiten sich auch Images: durch Kommunikation – und im Fall von Images unter der Voraussetzung alle glauben es gäbe Images. Ähnlich, wie wir davon ausgehen, dass Tische existieren, um uns darauf zu einigen, dass wir uns Tische so und so vorstellen und sie „Tische“ nennen. Im Unterschied zu Tischen kann man ein Images nicht anfassen und somit auch nicht sicher sein, dass es sie wirklich gibt. Wieso also sprechen wir so selbstverständlich von Images, nehmen sie wahr oder arbeiten sogar an ihnen. Was macht sie so real und wie entstehen sie?

Der Apfel muss noch nachgrünen

Green My Apple Kampagne iPod rot

Die Kampagne Green my Apple war erfolgreich. Umweltsünden und unfaire Arbeitsverhältnisse passen einfach nicht zum menschlichsten aller Computer-Brands. Also versprach Apple Besserung und tat auch wirklich etwas, wie am Greener Electronics Ranking ablesbar ist. Verbrauchermacht wirkt, wenn das Image in Gefahr ist.

Doch jetzt kommt die Meldung, daß u.a. das iPhone-Display beim taiwanischen Zulieferer Wintek unter bedenklichen Umständen hergestellt wird, weshalb diesmal die Arbeiter vor Ort protestieren – (noch) nicht die Verbraucher. Wintek hat bereits reagiert und behauptet, daß die Arbeiter ihre versprochenen Boni erhalten und der Giftsoff n-hexane bereits seit August nicht mehr verwendet werden würde. Von Apple selbst ist mir noch keine Reaktion bekannt. Apple dürfte empfindlicher reagieren, wenn sich diese Nachricht verbreitet und das saubere Image in Gefahr kommt. Denn der Wert von Apple liegt ja weniger in Displays oder vielmehr der Produktion an sich als im Image, also in den Kommunikationen und Köpfen der Konsumenten. Und wenn sich da schlechte Assoziationen einschleichen, dann ist das wirklich Gift für Apple.

Kommentator TehSilentWolf auf engadget bringt’s auf dem Punkt, wie solch ausbeuterischen Umstände zu Stande kommen:

Its the big companies that squeeze the manufacturers to the limit. Like say if a computer company wanted them to make cheaper LCD’s then they would ask them to keep the price down, which then makes the manufacturer have to compromise on working conditions.

Mehr zum Thema:

Apple has a big event planned for the end of the month, when the company is supposed to unveil its rumored tablet and perhaps a new iPhone OS, but the workers who make screens used by Apple are a lot more concerned about getting paid and whether they’ve been made to work with hazardous materials.

aus einem Beitrag auf truthdig.com.

Apple’s overseas manufacturing partners have been the subject of much scrutiny over the years. Last July, an audit of Apple’s partners in mainland China found that 45 of 83 factories that built iPhones and iPods in 2008 weren’t paying valid overtime rates for those workers that qualified. In addition, 23 of those factories weren’t even paying some of their workers China’s minimum wage.

aus einem Artikel zum Thema auf Apple Insider

The Taiwanese company’s East China factory ground to a halt last Friday morning, while about 2,000 of its 10,000 workers went on a five-hour protest over a rumored bonus cancellation for the second year in a row. On top of that, workers also criticized Wintek for using n-hexane — a banned substance used for cleaning LCDs — which they claim caused the death and paralyzation of several workers last year. Factory officials and Chinese health authorities don’t deny that n-hexane was used, but they say it wasn’t responsible for either the deaths or the paralyzations. Now, the good news: Wintek has promised that workers will get their bonuses, and further said that the factory hasn’t used n-hexane since August — complete with proof that current n-hexane levels are lower than safety regulations require.

Auszug aus einem Artikel auf engadget.com.

… und aus China berichten dailynews.sina.com (google Übersetzung) backchina.com (google Übersetzung) mit Video:

Coke Hopenhagen

Nachhaltigkeit ist gut und grün ist schön. Das wissen auch die Branding-Strategen von Coka Cola und machen bei der Kampagne Hopenhagen mit. Eine Werbeagentur macht dafür noch eine kreative Kampagne und ein Illustrator hübsche Bildchen. Gegen derlei Image-Strategien hat es die die Macht des Faktischen nicht leicht, denn es mach einfach mehr Spaß im Angesicht eines hübschen Bildchen zu glauben, daß alles gut wird und dabei Cola zu trinken, als bei einem Glas Wasser irgendwelche kritischen Artikel zu lesen. Dennoch sein an dieser Stelle auf ein Interview mit Vandana Shiva verwiesen. Ein Ausschnitt:

Environmentalist Vandana Shiva on the Coca-Cola sponsored campaign ‘Hopenhagen’ in an interview with Democracy Now’s Amy Goodman, 14/12/09:

Amy Goodman: There is a big campaign here called “Hopenhagen.”

Vandana Shiva: Yeah.

AG: Among the corporate sponsors are Coca-Cola (…). Can you talk about the global effects of Coca-Cola?

VS: Yeah, my heart just sank, because when I got off the flight, the first thing I saw was a Coca-Cola bottle, “Hopenhagen.” Well, if you’ve been to Plachimada, India, where 1.4 million liters, 1.5 million liters were extracted by Coca-Cola every day, and—

AG: Liters of water?

VS: Liters of water to make these soft drinks and to do the bottling of water. The women had to rise up against Coca-Cola. The women had to say, “Shut this plant down, because we are having to walk ten miles to get clean and safe water.” That would not be Hopenhagen. The women of Plachimada would not see hope in a Coca-Cola bottle.

AG: Where is Plachimada?

VS: Plachimada is a little village in Kerala where the women organized and shut down a Coca-Cola plant, and this triggered a movement across India. Three plants have been shut down. Coca-Cola does not bring hope, and Coca-Cola should not be the symbol of finding solutions for the climate crisis.

Via adrianaeysler.com (danke für den Link, Fabio)

Bild: Ogilvy NY + Andrew Bannecker

Was sagt uns das?

H&M zerstört unverkäufliche Produkte, anstatt diese zu spenden

aus dem Artikel “Modemüll” in der TAZ vom 12.1.2010

Was macht H&M zu W&H?

Die Demokratisierung des Luxus durch H&M” hat ihren Preis. Dabei ist man sich bei H&M des Image-Mehrwertes von “Sozialer Verantwortung” (CSR) und “BIO” bewusst. Ob die entsprechenden Maßnahmen nun ausschließlich aus Image-Gründen getroffen und kommuniziert werden oder aber aus tatsächlicher Vernunft und Menschenliebe ist von außen schwer zu beurteilen. Aktionen wie die von der TAZ aufgeführte sind ein Zeichen dafür, daß es der Konzern nicht wirklich gut meint, sondern vor allem gut dastehen möchte. Dafür sprechen auch auftretende Widersprüche, wie die banale Tatsache, daß Bio-Baumwolle im Angebot offensichtlich nur einen unbedeutenden Anteil einnimmt und daß die sozialen Bedingungen der Produktion auch nicht immer so astrein, wie proklamiert zu sein scheinen. Siehe hierzu “H&M Fabriken brennen in Bangladesh” auf sum1 oder die oder alles zum tag “HM” auf auf Konsumsumpf.

Wie wird die Fabrik angezündet, wenn alles fair zugeht?

Mehr zum Thema “Kritischer Konsum” zum hören: “Ethischer Konsum, oder: Kann man sich eine bessere Welt kaufen? vom 12.07.2009” – eine Sendung des Zündfunk Generator, der als Podcast abonniert werden kann.

Und grad’ flattert noch was rein, was ebenfalls hier rein passt:

Konsum hat sich seit 1960 versechsfacht“:

[Es] müsse im Kampf gegen Klimawandel und Umweltzerstörung in Zukunft deutlich werden, dass Kaufen nicht zu Glück, Zufriedenheit und gesellschaftliche Akzeptanz führe, heißt es in einem am Dienstag in Washington veröffentlichten Bericht der US-amerikanischen Umweltinstitutes.

eh klar, kann aber nicht oft genug gesagt werden. Noch ein paar prägnate Fakten:

2006 habe die Menschheit für Waren und Dienstleistungen 30,5 Billionen Dollar ausgegeben, 28 Prozent mehr als 1996 und sechsmal so viel wie 1960. Die Weltbevölkerung sei seit 1960 aber nur um das 2,2-fache gestiegen. …

Und ein Wandel ist nicht in Sicht: Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA) hat heute in Berlin “Zuversicht” verbreitet: Nach dem Geschäftseinbruch von 15 Prozent im vergangen Jahr erwarten Großhandel und Dienstleister für 2010 wieder deutliche Umsatzsteigerungen. …

Angetrieben werde das unverantwortliche Kaufverhalten von massiven Werbeschlachten der Wirtschaft: 2008 hätten Unternehmen weltweit 643 Milliarden Dollar für Kampagnen ausgegeben. In China und Indien steigen den Angaben zufolge die Ausgaben für Werbung jährlich um mehr als zehn Prozent. …

Als Beispiel für die Wirksamkeit der Reklame* nennt der Bericht den Verkauf von Trinkwasser in Flaschen: 2008 wurden 241 Milliarden Liter verkauft, doppelt so viele wie 2000. Auch die Hersteller für Haustierbedarf und -futter lassen sich ihre Werbung viel kosten: 300 Millionen Dollar geben sie in den USA pro Jahr aus, um ihre Produkte anzupreisen. Zwei Schäferhunde verbrauchten dort so viel Ressourcen wie ein durchschnittlicher Bürger im asiatischen Bangladesch.

mehr im Artikel auf wir-klimaretter.de.

* Reklame ist da wohl der falsche Ausdruck. Branding und Marketing-Kommunikation wären passender, denn wer glaubt in 2010 schon noch der Reklame – ist auch gar nicht nötig, wo Marketing-Kommunikation und Branding ohnehin so ziemlich alles durchziehen (oftmals subtil und quasi unbemerkt).

Harddrink

Watersucking Coke in India, By Carlos Latuff BIG Bild: Watersucking Coke in India von Carlos Latuff

mehr zum Thema auf killercoke.org

via Adbusters Blog ‘Rants’

Softdrink

die Wahrheit über Pesi

von Lawrence Yang / blow at life

Der Trailer von “Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte” ist nicht mehr einbettbar. An statt dessen gibt es dies:

Link: Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte

gute Idee ;-)

Lösungsansatz:

Der Sozialismus ist gar nicht so übel von Rainer Hank aus dem Wirtschaftsteil der FAZ (!).

Auto – von Arbeit bis Image

Autostatd vs. Stadt ohne Autos

In dem Artikel “Abgesang aufs Auto” fasst Birgit Gärtner auf telepolis die Veranstaltung “Auswirkung einer Einführung von Elektrofahrzeugen auf die Klimagasemissionen und die Konsequenzen für die Autoindustrie” zusammen. Es werden treffende Frage zum Thema Auto, Umwelt und Arbeit gestellt und “Lösungsansätze” angerissen. Hier ein paar wenige Fragmente:

Fazit der Veranstaltung: Der Privat-PKW ist passé, die ökonomische Krise kann nur durch gesellschaftlich notwendige und umweltfreundliche Produktion gelöst werden.

“Wir brauchen gesellschaftlich notwendige und nützliche Beschäftigung, die Autoproduktion gehört definitiv nicht dazu.” [sagt Uwe Fritsch, Vorsitzender des Betriebsrats von VW-Braunschweig]. Das in den Köpfen der Beschäftigten zu verankern, sei in einem Land, in dem das Auto das “zweite Wohnzimmer” sei, allerdings nicht so einfach.

Der VW-Betriebsrat hat durchgesetzt, das ein Promille des Gesamtumsatzes in alternative Produktionskonzepte investiert werden müssen. “Das sind bei VW immerhin 100 Millionen Euro pro Jahr”, so Fritsch. Das Werk in Braunschweig kooperiere mit dem Stromanbieter Lichtblick, dessen Blockheizkraftwerke bei VW gebaut würden. …

Die Köpfe der Leute benennt Fritsch als ein wesentliches Problem. Dem Auto zu entsagen ist schwierig in einer Auto-Kultur, die immerzu genährt wird von immensen Budgets für Marketing-Kommunikation der Automobilindustrie. Kommunikativ ist diese ja sehr anpassungsfähig und arbeitet an “grün-nachhaltigen” Images. Klar, die gilt es zu enttarnen, wenn sie nicht mit den Fakten übereinstimmen, aber Kritik alleine ist zu wenig. Es gilt “autofreie Lebensweisen” attraktiv darzustellen und Images zu aufzubauen, die für diese “neue Wirklichkeit” stehen. Die entsprechenden Bilder und Botschaften müssten entsprechend verbreitet werden. Auch hierfür würde “ein Promille des Gesamtumsatzes” schon einiges Bewegen können (an Budget zur Kreation und Verbreitung ebensolcher Images). Wie kommen wir zu einer ausgewogeneren Präsenz von Themen und Images? Zu mehr Kommunikation von Anliegen und Aussagen hinter denen nicht primär Interessen und Budgets der Industrie stehen?

Platzbedarf: Auto vs. Bus

Die Bilder stammen von der Web-Site Autofreie Stadt (Danke für die Leihgabe!) von den Beiträgen “Europäische Kommission: Straßen Wieder für Menschen nutzbar machen” (zur Studie “Reclaiming city streets for people” der EU-Kommision) und “Interview mit Hermann Knoflacher” (ein Hinweis auf ein Interview mit dem autokritischen Verkehrsforscher in der Zeit). Weitere relevante Beiträge zum Thema finden sich auch im Magazin von fairkehr. In welche Richtung es (ohne Auto) gehen könnte deutet ein ein Beitrag über eine Volksinitiative in der Schweiz an, die “verlangt, dass viermal pro Jahr alle Straßen und Plätze nicht für Autos, sondern für autofreie Mobilität, für ‘Lifestyle’ zur Verfügung stehen.”* Ja, ein Lifestyle sollte es werden, es darf Spaß machen und soll als Bereicherung empfunden werden, nicht als bitterer Verzicht – denn mit Verzicht lässt sich nichts gewinnen, zumindest nicht “die” öffentliche Meinung. So was lifestyliges wie “LOHAS” (bloß ohne Auto und für die Massen) müsste daraus werden, aus der Idee der autofreien Gesellschaft, damit diese Realität werden kann. Wie wär’s mit “FAQL” (Fresh Air and Quality of Life) oder Lifestyle of Fresh Air (LOFA) – naja, da darf noch gebrainstormt werden ;-)

… und wer sich noch an die autofreien Sonntage in den 70ern erinnert, weiß wie toll es war auf der Autobahn Rollschuh zu fahren (derlei tief sitzende positive Erinnerungen an ein kindliches Vergnügen würde ich nutzen, wenn es darum ginge ein positives “autofrei-Image” aufzubauen).

* Ergebnis der Volksabstimmung vom 18.5.2003: 62.4% dagegen, 37.6 für autofreie Tage (Beteiligung 49.8% / Quelle). Wäre interessant zu erfahren, wie hier und heute eine solche Abstimmung ausfallen würde. Zumindest regional sollten autofreie Tage attraktiv vermittelt werden können à la “München feiert den Sommer – ohne Autos und draussen”. Dabei würden wieder wunderbar autofreie Assoziationen in die Köpfe der Menschen gelangen…. und nach und nach fügt sich das Image vom autofreier Freude und Lebensqualität.

Aktion auf Verkehrsinsel

… so weit ein paar bruchstückhafte Ansätze. Fortsetzung folgt.

ooops

ooops

hier testen.

Punk & Rock

punk

rock

¨ weg

Kleiner Eingriff, große Wirkung. Nur durch das löschen der zwei Punkte auf dem ä, kommt die Wahrheit an’s Licht: Unterm Strich zahl ich.

Peter Muehlbauer schreibt auf Telepolis zur Aktion des Bundes mündiger Bürger:

Der Bund mündiger Bürger (BmB) ruft derzeit dazu auf, ein Antragsformular für die Eröffnung eines Kontos bei der von der Regierung geplanten “Bad Bank” herunterzuladen: “Wer seine Miesen auf dem Konto schon immer loshaben wollte”, so der Appell, “oder wer einen lästigen Kredit und sonstige Verpflichtungen am Hals hat, die er gerne jemand anderen aufbürden würde, hat für die Dauer der Aktion die einmalige Gelegenheit dazu”. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular soll entweder direkt an das Bundeskanzleramt oder an den BmB geschickt werden, der es dorthin weiterleiten will.

Ob dieses Bild von der selben Aktion stammt, weiss ich nicht (ich galube nicht), aber es passt zum Thema.

Zumwinkel Postbank

Vertrauen Sie keinem Wahlplakat!

Traue keinem Plakat

Das einzig vernünftige Wahlplakat bisher macht darauf aufmerksam wie wenig man ihm selbst und den anderen Plakaten trauen kann. Und genau neben diese gehört es, sagt die Piratenpartei und liefert eine Anleitung, die zeigt wie das geht. Also rein ins Internet und her mit den Informationen.

@ Alex: danke für den Hinweis!

Plastic Planet

Von der Site zum Film:

Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen. Wussten Sie, dass Sie Plastik im Blut haben?

Regisseur Werner Boote zeigt in seinem investigativen Kinodokumentarfilm, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum ändern wir unser Konsumverhalten nicht? Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Und wer verliert?

Das ist ernst und hört sich auch so an. Der Film enthält aber auch einige sehr witzige Szenen, die das Absurde unsres Planet Plastic rüberbringen.

International Greenpeace Tribune

International Herald Tribune vom 19. Dezember 2009:

International Greenpeace Tribune

RebelArt vom 27. Juni 2009:

The Yes Men haben wieder eine Tageszeitung gefälscht, diesmal im Auftrag von Greenpeace. Nachdem Greenpeace bereits mit Mark Jenkins zusammengearbeitet hat, hat anscheinend auch diese Organisation den Charme der Subversion erkannt. Gummiboot-Aktivismus ade! Via: Mail

Greenpeace Lügendetektor vom 18. Juni 2009:

Brüssel/London (dpa) – Mit einer täuschend echt nachgemachten Ausgabe der in Paris erscheinenden Zeitung «International Herald Tribune» hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Donnerstag die Staats- und Regierungschefs der EU vor einer Klimakatastrophe gewarnt. Das Blatt mit dem Erscheinungsdatum 19. Dezember 2009 berichtet über einen «historischen Deal zum Schutz des Klimas», auf den sich die Klimakonferenz in Kopenhagen geeinigt habe. Die Greenpeace-Ausgabe der englischsprachigen Zeitung wurde wenige Stunden vor Beginn des EU-Gipfels in der Umgebung des Tagungsortes verteilt. Bei dem Treffen in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten auch über die Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid beraten.

Natürlich, man darf gute Leute nicht belügen, aber die Betrüger zu betrügen, war schon immer eine List der Schwachen gegen die Starken und eines der schönsten Spiele überhaupt. Auch hat noch nicht jede unwahre Aussage die sittliche Qualität einer Lüge. Manchmal muß man mit der Täuschung der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen.

Gert Postel

Branding und De-Branding

Hakenkehren - andreas-neumeister

Von Andreas Neumeister (via Evelyn per Mail)

brabd keyboard

mehr zum Brand Keyboard auf dem blog von Ingacio Pilotto.

Wir sind die Energie!

Stell Dir vor:

Mit schon 500 Euro bist Du Miteigentümer von 90 Stadtwerken mit 7,5 Millionen Kunden. Du kannst mitbestimmen, ob diese mit Atomstrom oder grünem Strom versorgt werden. Du kannst dafür sorgen, dass Millionenbeträge nicht länger in Konzernkassen versickern, sondern zurück in die Taschen der Bürger vor Ort fließen.

mehr bei energie-in-buergerhand.de

Zum Thema:

Konzerne zerschlagen – so eine Parole hört man sonst gewöhnlich von der

radikalen Linken. Wer sie jetzt umsetzt, ist die EU-Kommission. Die hat

befunden, dass der deutsche Strommarkt viel zu stark konzentriert ist, und

dass die vier großen Energieversorger viel zu viel Marktmacht haben. Jetzt

wird E.ON dazu verdonnert, einen Teil seines Kerngeschäfts zu veräußern. Der

Energieriese muss sich einiger Federn entledigen und wird seine Tochter

Thüga verkaufen.

Das wichtige daran ist nicht, dass es als diskursiver Sieg der Linken

gefeiert werden könnte. Viel wichtiger ist, dass dies eine große Chance zur

Re-Demokratisierung der Energiewirtschaft in Deutschland bietet. Und diese

Chance wurde auch sogleich ergriffen. Einige Freiburger Engagierte haben die

Initiative “Energie in Bürgerhand” [1] gegründet und möchten die Thüga

kaufen. Und sie dann zum ersten ökologischen und sozialverträglichen

Energiekonzern in Deutschland umbauen!

aus Energie in Bürgerhand von von Tilman Santarius via Attac-Konsumnetz@listi.jpberlin.de

Sehr schöner und bitterböser Kurzfilm zu, nun, “Glaubenskriegen” und Meinungs-Religionen. Unbedingt bis zum Ende anschauen!

schreibt KG auf dem Blog zum Seminar consentiment. Recht hat er. Verwirrend, böse und witzig in einer Mischung, wie sie wohl nur aus Österreich kommen kann.

Täuschungen gehören zu den grundlegenden Erfahrungen des Menschen – ob im öffentlichen Leben, in Politik und Wirtschaft, oder im individuellen Bereich der Wahrnehmung und des zwischenmenschlichen Umgangs. [...] Auch erfährt die „Manipulation des Augenscheinlichen“ verschiedene Bewertungen; sie ist negativ konnotiert als Arglist, Betrug und Fälschung, unterliegt – als List oder Finte – aber auch einer positiven Einschätzung, etwa dann, wenn der Schwächere den Stärkeren trickreich zu täuschen vermag, wovon Märchen und Mythologie berichten. [...] Gemäß dem Platonischen Höhlengleichnis, das von den Schatten der Erscheinungen zu den Ideen gelangt, ist dabei manche (Ent-)Täuschung vorprogrammiert – nämlich in der Erkenntnis, was Täuschungen ausmacht und wie sie funktionieren.

Zur Site von »Eine Höhle für Platon – (ENT-)TÄUSCHT! – Interdisziplinäre Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen«

Verkopftes Vergnügen beim intellektuellen De-Branding !-)

müh geht gegen null

müh geht gegen null

[ erhalten via Email vom institut für leistungsabfall und kontemplation am 22. Mai 2009 22:40:20 MESZ ; Danke! ]

Mächte, Götter, Gebote

Die neue MÄCHTE ist da. Thema Götter. Mit einem kleinen Beitrag von mir: »Du sollst Dir ein Bildnis machen!« – eine kritische Auseinandersetzung mit unserer ›Image-Kultur‹ vor dem Hintergrund historischer Bilderverbote.

Mächte 2 Götter

Hier ein kleiner Ausschnitt, in dem ich kurz auf meine Idee von De-Branding eingehe.

Der Schlüssel zur Befreiung von der Macht der Bilder und der Images liegt in der Wahrnehmung der Image-Konsumenten. Ebenso wie Branding diese ablenkt und einlullt, kann „De-Branding“ sie wachrütteln und schärfen. So könnte man all die Taktiken und Praktiken nennen, die strategische Images dekonstruieren. De-Branding wirkt und arbeitet dabei auf den gleichen Ebenen wie Branding: zwischen Inszenierung und Wahrnehmung, zwischen globaler und persönlicher Image-Politik, zwischen Image-Aktivismus und Ökologie des Geistes.

Anderes sehe ich inzwischen ein Wenig anders – vor allem die Frage: »Was ist ein Image?« würde ich neu beantworten. Aber dazu demnächst mehr … denn es hört nie auf ;)

Vielen Dank an sum1 für den Link zu den Mächten (aus diesem hat sich für mich was recht produktives entwickelt). Danke auch an Evelyn für inspiriertes Korrektur lesen, sowie an Ernst-Uwe Küster für selbiges.

Es geht auch anders.

… und wenn’s sogar im HipHop anders geht, dann geht’s überall anders!

Danke Texta für diesen Hoffnungsschimmer!

Auf der Site von Texta gibt’s den Video in bester Qualität als mp4 zum download. Unbedingt auch den Geniestreich “(So schnö kaust gor net) schaun!” mit Attwenger anschauen/-hören.

… berichtet der der kress Mediendienst:

Von der dpa zur PR-Agentur: Bialecki wird Plato-Chef

Martin Bialecki, 41, seit Januar 2005 Leiter des Hauptstadtbüros der dpa, wird ab November 2009 Geschäftsführer von Plato Kommunikation. Der bisherige Geschäftsführer der Scholz & Friends-Tochter, Sebastian Fischer-Jung, scheidet aus “dringenden familiären Gründen” mit sofortiger Wirkung aus, so die Agentur in einer Mitteilung. In der Zwischenzeit übernimmt Klaus Dittko, Partner und Vorstand der Scholz & Friends Gruppe, das Zepter. Fischer-Jung will laut Plato nach Klärung der familiären Angelegenheiten ein neues Projekt in Sachen politische Kommunikation starten. Er stand seit Dezember 2007 an der Spitze von Plato Kommunikation (kress.de vom 11. Dezember 2007). Hintergrund: Plato Kommunikation wurde 1999 gegründet und ist spezialisiert auf Public Affairs und Public Relations. Die Agentur betreut Kunden aus den Branchen Finanzen, Rohstoffe, Telekommunikation, Logistik und Pharma.

How It All Ends

Saubere Argumentation zum Thema Klimawandel – - – folgt “Dem Prinzip Verantwortung” [1] von Hans Jonas [2], ist aber unterhaltsamer – - – Greg Craven gelingt es ein bedrückend ernstes Thema mit einer gewissen Leichtigkeit aufzuarbeiten. Respekt!

Greg Craven breitet seine Argumentation in mehreren Kapiteln/Videos aus. Im Index-Video gibt er einen Überblick:

Der Index als youtube playlist oder noch besser: “mehr Info” auf der youtube-Seite zum Video ausklappen.

[1] Lesenwerte Zusammenfassung des “Prinzip Verantwortung” als PDF von Micha H. Werner

[2] “Der schlechten Prognose den Vorrang zu geben gegenüber der guten, ist verantwortungsbewußtes Handeln im Hinblick auf zukünftige Generationen.” Hans Jonas

Greg Craven hat aus alledem jetzt auch ein Buch gemacht – - – ich hab’s nicht gelesen, aber wenn’s nur halb so gut ist wie die Videos …

Komsum mit Delle

Antiprneur Mini-Car-Crash

BUY BUY KONSUM auf Antipreneur.de.

Viel Vergnügen beim Shoppen !-)

Aufschlussreich ist das FAQ.

DIE ZEIT Attac Fake

Nach der NY-Times verbreitet jetzt eine gefälschte Ausgabe der ZEIT die Vision der Welt wie sie sein könnte (eine Aktion von Attac). Alles was man hierzu wissen muss steht schon wunderbar zusammengefasst im TAZ-Artikel »Eine “Zeit”, die ihrer Zeit voraus ist«.

Hier nur ein paar Ausschnitte:

“Wir wollen mit dieser Zeitung eine Zukunft beschreiben, die möglich ist”, sagt Fabian Scheidler von Attac: “Die Welt könnte anders aussehen. Es gibt andere Möglichkeiten als die, die uns von der etablierten Politik immer vorgegeben werden.”

Die Regierung will eine Energiewende-Agentur gründen, um für immer von von Atom und Kohle Abschied zu nehmen. Die Automobilindustrie wird wegen ihrer aggressiven Vermarktung umweltfeindlicher Autos für das Schmelzen eines Gletschers in Nepal verantwortlich gemacht und zu 1,5 Milliarden Dollar Schadensersatz verurteilt. Gentechnische Manipulation von Pflanzen ist kein Thema mehr, auch die Massentierhaltung wird abgeschafft, der Afghanistankrieg ist vorbei, Lobbyismus per Gesetz beschränkt.

Die Gruppe [ die YES MEN ] ist zu einer Institution geworden, eine politische Agenda haben die Yes Men aber nach wie vor nicht.

Und genau das ist das Problem, sagt der Kommunikations- und Medienwissenschaftler Marcus S. Kleiner von der Universität Siegen. Eine derartige Kommunikationsguerilla sei nur effektiv, wenn die Veranstalter ausreichend legitimiert seien. Dafür müsse es handfeste politische Inhalte geben, die beispielsweise hinter einer gefälschten Zeitung stehen würden.

“Bei den Yes Men überwiegt der Aha-Effekt,” sagt Kleiner. Die Aktion sei nicht mehr Mittel, sondern Zweck. Weil die Medien nur noch über die Yes Men berichten würden, gingen die Inhalte unter. Dazu bemängelt Kleiner, dass die Yes Men eine Stellvertreterschaft für die Gesellschaft übernehmen würden, die ihnen teilweise nicht zustände.

Für Attac sieht Kleiner dagegen gute Chancen, mit der gefälschten Zeit die gesellschaftliche Diskussion zu Attac-spezifischen Themen zu befeuern. Denn Attac habe ein Bildungssystem innerhalb der Organisation, habe ein klar formuliertes Programm und sei langfristig orientiert. Deshalb werde Attac ernst genommen und könne Expertise in den angesprochenen Themenbereichen aufweisen.

Ich finde es wunderbar, daß Attac hiermit endlich effektiv versucht Aufmerksamkeit für “ihre” Themen und Argumente auf eine Weise zu gewinnen, die möglicherweise auch ein Publikum anspricht, das nicht ohnehin bereits mit Attac und deren Ansätzen sympathisiert (“Aufklärung für Aufgeklärte”). Ich bin gespannt, ob sich Kleiner’s Einschätzung bewahrheitet und die Aktion eine Diskussion der Themen und Argumente beflügelt (und nicht “nur” ein Strohfeuer der Aufmerksamkeit entzündet, ob des frechen Streiches).

Haushalt

sambini domestic wall

sambini domestic wall crop 1

sambini domestic wall crop 2

Eine ebenso banale wie faszinierende Wand von Allesandro Sambini. Hier reinzoomen und scrollen (obacht Rießenbild = 50 MB! Laden Lohnt sich!).

Ein paar Fragen und Anmerkungen zur Arbeit (via chat am 21.3.2009)

Kris Krois [11:51]

fa piacere sempliciamente navigare / “scrollare” nel imagine.

is there some concept / general idea / method / … behind?

Alessandro Sambini [11:52]

ja

The idea is fully connected with the broader project I am carring on the Domestic Workers and the idea of domestic space. I am dealing with the issue of clash between foreigners inside the private spac of the house.

And the objects, are one of the charactes of this story. Very cheap objects, mass produced. A symptom of the global economy, associated with the idea of Good Life,

they become objects and weapons, a treasure to be protected by the outsiders. a system of coordinates that reveals the map of the domestic space

and a map of actions, behaviour strictly connected with the experiencing and consumption and developing of a Good Life.

Kris Krois [11:58]

gut. But i only do not really understand the topic “Domestic Workers”

do you mean domestic workers in this way: en.wikipedia.org/wiki/Domestic_worker ?

 

Alessandro Sambini [11:59]

yeah, but focused on the Philippines and Honk Kong. As well as japan, Malaisya, Cambogia… over there,

I am interested in the relation between the global scale and the micro private level, and I think that the servant problem is a nice place to focus. I’lll show you as soon as I produce something!

geschmacklos schlecht

Der Trinkjoghurt Actimel von Danone hat den “Goldenen Windbeutel 2009″ für die “dreisteste Werbelüge des Jahres” erhalten. Geschmeichelt war der Konzern allerdings nicht: Er verweigerte die Annahme des Preises.

aus »Actimel bekommt Auszeichnung für “dreisteste Werbelüge”« auf Spiegel.de

active ettikettenschwindel

Foodwatch verleiht besagten Preis und präsentiert mit einer interaktiven Grafik knapp die wichtigsten Argumente. Foodwatch zeigt damit, was jeder weiss: Werbung lügt und täuscht.

Als Gegenmittel verschreiben sie Transparenz, die u.a. durch eine Pflicht zur übersichtlichen Kennzeichnung, wie die sogenannte Ampelkennzeichnung, gewährleitet wäre. Doch dagegen wehrt sich Danone. An Stelle dessen verweist Danone lieber auf “30 wissenschaftliche Studien”.

danone_actimel-classic.jpg

Unter den weiteren Gewinnern befindet sich der “Biene Maja”-Kinderdrink von Bauer und weitere wunderbare Nahrungsmittel, die so tun als seien sie lustig und gesund. Gehirnwäsche durch den Magen.

NACHTRAG 22.3.:

Das Actimel-Fläschlein trägt stolz das Öko-Test-Label “gut”. Es scheint alles alles in Ordnung mit dem Produkt, möchte man denken. Wieso das nicht so ist, berichtet der Foodwatch Newsletter. Eine knappe Zusammenfassung gibt auf Sound of Sirens unter Actimel und Öko-Test.

peace on terror

peace on terror

geschmacklos gut

amok_ankuendigung_BILD

.

Da muss die Bild einschreiten.

Das Original gibt’s bei titanic-magazin.de als PDF (zu jedem Amok-Lauf bereit – nicht erst seit Winnenden). Und ja, es ist in Anbetracht der jüngsten Tragödie geschmacklos – aber wenigstens offen und ehrlich geschmacklos (will gar nix anderes sein!). Nicht versteckt geschmacklos, wie der weit verbreitete Betroffenheits-, Voyeurs- und Ablenkungsjournalismus.

Hype & Attention

Mitmachen!!!

Die Zeit drängt: Bereits im April soll die Aussaat des

Gen-Mais MON810 beginnen, der einzigen bisher bei uns

kommerziell angebauten Gentechnik-Pflanze. Jetzt muss

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner für ein sofortiges

Verbot von MON810 sorgen und damit die Aussaat des Gen-Mais

verhindern.

Das Online-Netzwerk Campact hat gemeinsam mit einem breiten

Bündnis aus Umwelt-, Bio- und Imkerverbänden eine dringende

Online-Aktion an die Ministerin gestartet.

Fordere von Ilse Aigner ein Verbot des Gen-Mais MON810:

www.campact.de/gentec/sn3/signer

Kapitalismus am Ende?

… wohl kaum, obwohl eine noch viel drastischere Krise nicht unwahrscheinlich ist. Allerdings kann auch nach einer Hyperinflation und einem zeitweilig totalem Zusammenbruch der Kapitalismus neu starten – mit neuen Regeln. Wie diese aussehen sollten und wie darauf am besten strategisch hinarbeitet werden kann, würde mich sehr interessieren.

Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Energiekrise, Umweltkrise. Schafft der Kapitalismus sich selbst ab? Mit dem größten Crash an den Finanzmärkten seit der Weltwirtschaftskrise 1929 ist das Modell des Finanzmarktkapitalismus kollabiert. Die Weltwirtschaft rutscht in die Rezession. 3,1 Milliarden Menschen leben in Armut, davon 1,4 Milliarden unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Die Klimaerwärmung beschleunigt sich, die fossilen Energien werden knapp.

Immer mehr Menschen reiben sich die Augen und fragen, ob ein Wirtschaftssystem, das solche katastrophalen Krisen hervorbringt, wirklich „das Ende der Geschichte” sein kann. Es ist an der Zeit, über den Kapitalismus zu reden – und vor allem über Alternativen.

Der Attac Kongress vom 6. bis 8. März 2009 in Berlin

NACHTRAG: Die Video-Zusammenfassung des Kongresses

… und im Mai erscheint das Buch zum Thema:

Robert Brenner / Daniela Dahn /

Friedhelm Hengsbach / Saskia Sassen u.a.

Kapitalismus am Ende?

attac: Analysen und Alternativen

240 Seiten (Mai 2009)

EUR 14.80 sFr 26.00

ISBN 978-3-89965-350-2

“We aren’t leaving till BMW stops making cars,” declared Andy Bichlbaum and Mike Bonanno (also known as “The Yes Men”) as they planted themselves in the middle of the red carpet wearing ridiculous inflatable costumes. “Cars are killing the planet, and charity events that greenwash their image aren’t helping.”

weiter auf dem neuen Blog der Yes Men.

neulich auf dem roten Teppich der “Cinema for Peace” charity gala der Berlinale (Hauptsponsor: BMW)

… darf jetzt gefragt werden!

UPDATE: 11.2.: Das Interview war interessant – das spontane Spinnen einer kleinen Aktion ebenfalls und der neue Film ist klasse. Mehr dazu demnächst. Danke für eure Fragen!

Am Montag werde ich die wunderbare Gelegenheit haben, die Yes Men zu sprechen. Sie stellen auf der Berlinale ihren neuen FilmThe Yes Men fix the World” vor.

Wer Fragen an die Yes Men hat, kann diese gerne hier als “Kommentar” abgeben. Ich werde diese weiterleiten :)

Auto-Ergänzungen

zu “Verkehrte Welt 2: Öko-Image vs. Öko-Realität

1. Advertorial / PR

Nachtrag zu Werbung schadet (2): auto, motor und sport auf konsumpf.de und dem Beitrag Werbung für die Werbung über die Vermischung redaktioneller Inhalte mit Werbebotschaften und PR-Arbeit (“Advertorial”) im Greenpeace Lügendetektor.

2. Protest bringt doch was

Aus Bundesregierung einig über Kfz-Steuerreform im greenpeace magazin:

“Die Abgabe für die mehr als 40 Millionen Autofahrer soll zum 1. Juli 2009 auf eine klimafreundlichere Steuer umgestellt werden. [...] . Verhindert wurde die Absicht, große spritfressende Geländewagen steuerlich zu begünstigen.”

ueber Macht Plakat

Filmtournee »ueber Macht«

ueber Macht ist von Januar 2009 bis Herbst 2009 in 120 deutschen Städten zu Gast. 13 Dokumentarfilme regen zum Nachdenken an über die Macht, ihre Kontrolle, über nötige und unnötige Regeln und die besten Wege zu mehr Selbstbestimmung. Rund 30 bundesweite und mehr als 1.000 regionale Verbände und Organisationen der Zivilgesellschaft sind beteiligt, die in den 120 Städten Publikumsdiskussionen und Filmgespräche zu jeder Vorführung organisieren. Damit will das Festival die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Initiativen und das Engagement von Ehrenamtlern fördern.

Tipp:

Monsanto, mit Gift und Genen

Genetisch veränderte Lebensmittel sind sicher. Das sagen die Hersteller-Firmen. Marie-Monique Robins brillante Recherche über den Biotechnologie-Konzern Monsanto untersucht, wie die »wissenschaftlichen Beweise« für diese Behauptung zu Stande kommen. Sie findet heraus, dass Gen-Manipulierer auch Forschungsergebnisse manipulieren. Gegenstimmen bringt Monsanto systematisch zum Verstummen. Robins Film enthüllt die Einflussnahme des Konzerns auf Politik und Kontrollbehörden bei seinem weltumspannenden Griff nach der Macht über unser Essen.

Weiterer Info-Comfort: Audio Press Kit auf diegesellschafter.de

via konsumpf.de

Verbreitung einer “Krankheit”

mike mills soul cold

Does Your Soul Have A Cold [...] is a documentary that looks at how the concept of depression and the use of anti-depressants have just recently been introduced in Japan. This new awareness has largely come about from Western pharmaceutical companies’ advertising.

Mike Mills

mike mills utso 1mike mills utso 2

Was überwiegt in diesem Beitrag: Meinungsmache von CNN, um Werbe-Kritische Anwandlungen auch in den USA zu unterbinden oder berechtigte Kritik an der Gefahr staatlicher Einflussnahme? Diese und andere Fragen kommen beim betrachten des Beitrages auf – anregend zu weiterdenken und recherchieren ….


Mist: wordPress zerhaut den Link! Ich kann’s nicht ändern. Tipps?

Bis zur Lösung des Problems: CNN video > Suche nach: “French public TV dumps ads” (CNN.com gibt keine Permalinks raus :-(

Image vs. Facts

Image vs. Fact

aus  der Arbeit Reality Checking Device von Susanna Hertrich

via tartley.com

Das ist für mich ein Modell der Ethik der Zukunft: Sich seiner Begrenztheit bewußt zu werden und durch die Begrenztheit meiner Fähigkeiten dazu genötigt zu werden, andere anerkennen zu können. Das ist eine sehr bescheidene Ethik, denn sie muß ja auch sagen: Das geht mich nichts an, dafür bin ich nicht kompetent! Ich bin nicht dafür verantwortlich, ob in der äußeren Mongolei Demokratie eingeführt wird oder nicht. Es ist ein verantwortungsloses Geschwätz, wenn ich mich jetzt für die Befreiung von Tibet engagiere. Hingegen bin ich dann verantwortlich, wenn in Südfrankreich, also da, wo ich jetzt lebe, Menschen Fremde prügeln. Ich muß irgendetwas innerhalb meiner Kompetenz tun, um das einzudämmen.*

Das schließt nicht aus, daß wir uns darum kümmern sollten, welche Entscheidungen hier gefällt werden, die Tibet, die Mongolei, Afghanistan, Iran, Irak, usw. betreffen. Wenn von hier beispielsweise Waffen exportiert werden, Soldaten auf zweifelhafte Missionen geschickt werden, Handel getrieben wird mit entfernten Ländern, dann hat das mit uns zu tun. Dann sind wir kompetent diese Entscheidungen zu beeinflussen, da sie hier gefällt werden und wir als Bürger durchaus Mittel haben Politik und Wirtschaft zu beeinflussen. Natürlich kann sich von uns hier nicht jeder um alles kümmern. Jeder hat seine Kompetenzen und kann diese erweitern, um sich dann in einem (oder auch mehreren) Bereichen kompetent zu engagieren. Und sei der Kompetenzbereich auch noch so klein. Der eine kümmert sich um das Wohl seiner Nachbarschaft oder die Handhabung von Energie in seiner Umgebung, der Andere ist Wirtschaftexperte und versucht die Politik zu Gesetzen zu bewegen, die für mehr Gerechtigkeit und weniger Ausbeutung sorgen. Dazwischen und Aussenrum gibt es unendliche rießige und winzige Kompetenzfelder – für jeden das passende !-)

*Aus Nächstenliebe im elektronischen Zeitalter, ein Interview mit Vilém Flussers auf telepolis.de.

LobbyPlanet Berlin

Ob es um die Finanzmärkte geht, um Klimaschutz oder um die Lebensmittel, die wir essen – überall hinterlassen Lobbyisten ihre Spuren, auch wenn sie auf den ersten Blick für den Bürger nicht erkennbar sind. In den letzten Wochen haben wir viele Steine umgedreht, Wegmarken gesucht und dunkle Stellen ausgeleuchtet, um diese Spuren für Sie, liebe Leser, sichtbar zu machen und zu „kartieren“. Jetzt ist das Ergebnis da:Der „LobbyPlanet Berlin“, Stadtführer durch den Berliner Lobby-Dschungel.

Anhand von über 50 Stationen erläutern wir die Methoden und Tricks der Lobbyisten und Strippenzieher. Wir zeigen Ihnen, wo und wie zwischen touristischen Sehenswürdigkeiten und glitzernden Einkaufswelten Politik gemacht wird – und welche Interessen dabei zu kurz kommen. Der „LobbyPlanet Berlin“ gibt eine leicht verständliche Einführung in folgende Themen: Was ist Lobbying? Wie arbeitet ein Lobbyist? Wieso betrifft mich das?

Dies und noch viel mehr gibt im “Lobby Planet Berlin”, dem wunderlichen Stadtführer, der andere Blicke auf Berlin, Politik und Wirtschaft gibt. Auf dem Blog von Lobby Control gibt’s mehr Informationen hierzu und die Möglichkeit das Machwerk zu bestellen.

vw_BlueMotion

Mit Autos das Klima ruinieren ist nicht gut. Dem kann jeder nur zustimmen.  Fette Karren mit gut PS unter der Haube sind trotzdem sexy. Diesen Widerspruch nährt die Autoindustrie, weil Sie an den geilen großen und schnellen Wägen mehr verdient, als an den kleinen und vernünftigen. Sie möchte den Widerspruch auflösen, indem sie versucht sich ein grünes Image zu verpassen. Letzteres kann man im Artikel über den Pariser Autosalon im Handelsblatt feststellen, der wohl selbst Teil der grünen PR ist. Der Lügendetektor des Greenpeace-Magazines enttarnt die Grün-Image-Propaganda. Inwieweit die Praxis der Autokonzerne ihrem anvisierten Öko-Image widerspricht lässt sich auch in der Studie “Greenwash in Zeiten des Klimawandels” (PDF) von Ulrich Müller (lobbycontrol) nachlesen.

seat_exeao

Autos sind  noch immer wichtiges Symbol für Status, Distinktion und Life-Style. Dahinter steht nicht nur die Macht einer Kultur, sondern eine mächtige Industrie die diese Kultur geprägt hat und alles dafür tut, daß das Auto nicht nur als Fortbewegungsmittel gesehen wird, sondern als Kultmittel. Mit daran hängen mehrere Branchen mit unzähligen kleineren und größeren Unternehmen, die mit allen Mitteln versuchen die aktuelle Popularität von “Öko” mit den “Images vom Automobil” in Einklang zu bringen, was meist nicht ohne unüberbrückbare Widersprüche funktioniert (vgl. Verkehrte Welt 1: Vollgas Öko).

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NY Times Ergänzungen

Nachtrag (14.11.08):

Die Aktion zieht Kreise, u.a. heute, 14.11., in der SZ (bereits am 12.11. online).

Man kann gespannt sein inwieweit die Aktion die öffentliche Wahrnehmung und Diskussion der implizit und explizit angesprochenen Themen beeinflussen kann. Aufmerksamkeit generiert sie auf jeden Fall schon mal. Dies mal steht aber nicht im Vordergund einen “Fake” glaubhaft zu inszenieren, der durch seine Übertreibungen (subversive Affirmation) oder durch seine Rätselhaftigkeit Irritationen der Wahrnehmung und in Folge Auseinandersetzungen erwirkt, die Images und andere Effekte strategischer Kommunikation dekonstruieren. Die Vorliegende Aktion besitzt wesentlich utopischere Züge: zum einen sind die fiktiven News “gute” Nachrichten. Sie führen die Möglichkeit einer gerechteren Welt vor. Zum anderen werden konkrete Hinweise gegeben, was heute dafür getan werden kann, um irgendwann dort hin zu komen, wo eine solche Ausgabe von der echten NY Times stammen könnte.

This special edition of The New York Times comes from a future in which we are accomplishing what we know today to be possible.

Im Gegensatz dazu stehen die fiktiven Anzeigen. Hier waltet der subversive Witz, der das Absurde oder Widersprüchliche im Normalen sichtbar macht (“Identity Correction“) und durch provozierende Übertreibungen ein Nachdenken darüber bewirkt, was mit der Normalität “nicht stimmt”.

Weil’s gar so schön ist gibt’s noch ein paar Ergänzungen zur traumhaften Ausgabe zur NY Times (s. Beitrag von Fred):

der Link zur Site der NY Times unserer Träume.

NY Times Hoax

Ein bisschen Werbung (Flash)

Obama Ad

Im Fineprint wird Flagge bekannt und Weiterführendes vermittelt. Unter Corrections wird einiges richtiggestellt. Und hier gibt’s Videos über die Aktion.

“All the news that’s fit to print” wird zu “All the news we hope to print”.

Es war eine so perfekte wie spektakuläre Parodie. Eine Aktivistengruppe hat eine gefälschte “New York Times” in Millionenauflage in US-Metropolen verteilt – mit Nachrichten aus einer Zukunft, von der sie träumen: Die Kriege sind vorbei, George W. Bush wird angeklagt, Condi Rice outet sich als Lügnerin.

Sie sah täuschend echt aus – nur was in der angeblichen Sonderausgabe der “New York Times” zu lesen war, ließ die Leser stutzen. Die Kriege im Irak und in Afghanistan seien beendet, das US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba geschlossen worden, George W. Bush werde wegen Hochverrats angeklagt, stand da zu lesen.

Link zum PDF

Weiterlesen

Die Jan van Eyck Academie ruft zur Teilnahme an einem interessanten Forschungsprojekt auf. Hierein Ausschnitt:

Extrastatecraft: Hidden Organizations, Spatial Contagions and Activism, a new project of the Design department, initiated by Keller Easterling, researches underexplored territory in the world’s infrastructural and organizational strata. The work focuses on shared protocols, managerial subroutines and financial instruments as they produce and program physical space around the world. Perhaps because these organizations operate in the background, in an active and relational rather than nominative register, their political outcomes are often at once pervasive and mysterious.

For instance, how do organizations like the ISO (International Organization for Standardization) or McKinsey determine management protocols? How do construction networks, more than the singular creations of architects and urbanists, disseminate materials and processes that determine how the world is calibrated? How do markets and financial instruments create templates that shape space?

The research also explores the political leverage latent in this renovated conception of global infrastructure. Some of the most radical changes to the globalizing world are being written, not in the language of law and diplomacy, but rather in the language of architecture, urbanism and infrastructure. Armand Mattelart argues that global infrastructure is a field that is ‘young and uncharted’ largely because it is often still considered in terms of national rather than international histories. Moreover, the political instrumentality of these increasingly familiar global spheres is still frequently theorized in terms of militarization or universal rationalization, when they might really be agents of more discrepant or obscure forms of polity. The notion that there is either a dominant logic or a proper forthright realm of political negotiation usually acts as the perfect camouflage for parallel political activity – the medium of subterfuge, hoax and hyperbole that actually rules the world.

Der Komplette Auschreibungstext ist auf der Site der Jan van Eyck Academie zu finden. Abgabetermin ist der 24.11.2008

Architecture gets buggy

bugtopia logo

BUGtopia aims to disrupt the elegant neutrality of the Biennale ambience, twisting the public attention from the masterpieces – incarnations of auto-referential rhetoric – to underline the vital aspects of the space and intervene in it with open eyes and creative hands. Throughout a playful pathway, every single visitor can make a contribution to “contaminate the Biennale”, in order to make it a new space to take possession of.

The contamination will take place throughout the various implementations of the “bug” concept: not only a defect or difficulty, but an organism, that spreads fortuitously in the urban fabric, giving place to unexpected phenomena.

As for every game there will be some rules to follow: every player will be given some materials (images, paper, felt-pens, cardboards, glue, scissors…) and she/he can choose to build up or to assemble (with the collage technique) some silhouettes, which represent cross sections of city life.

Leaving her/his bug inside the Biennale’s park, the player becomes the actor of the event and offers her/his personal, customized contribution. This is documented with pictures, put up on an inflatable implant (“Ciccio”) that is the creative workshop where everything begins.

In return, the player will be given a BUGpin, a distinguishing badge of her/his making the Venice Biennale a place closer to the effective social and public dimension of our cities.

bugtopia example

(Das war das Ergebnis des Workshops “PUBLIC SPACE AND THE ECONOMY OF ATTENTION“, den ich am Master für “Digital Environments Design” der NABA gegeben habe. Schön, daß es möglich war etwas vollkommen analoges und high-tec-freies zu machen, was gleichzeitig interaktiv, sozial, kritisch, subversiv und nett ist !-) Mein Dank geht an die aktiven Studenten und an Paolo Atzori, der den Rahmen ermöglicht hat.)

Democracy in the Age of Branding

Democracy in the Age of Branding

When the U.S. launched its military campaign in Iraq in the name of democracy, it announced at the same time a ‘war of ideas,’ a marketing campaign to export American values worldwide. Democracy has become a global brand.

Eine Ausstellung der Parsons School of Design.

Hierzu gäbe es viel zu sagen, aber gerade keine Zeit für das wählen von Worten. Also gibt’s erst mal einfach den Link zur Site und einen Hinweis auf den Colbert Report, der das Thema auch schon mal angegangen ist.

Großes Kino / Große Marken

Brand Movie Posters

Mehr “Movie Posters with Brand Integration” auf a2591 .

Was treibt die Kunst (an)?

Schweinekunst

In ihrem ausgezeichneten Artikel “Kunst und Publicity – Das Diktat der Marken” bringt Brigite Werneburg in der TAZ auf den Punkt, was Kunst heute (an)treibt. Sie beschreibt, wie das Branding-Paradigma [1] sich auf “die Kunst” auswirkt und welche Interessen es nähren.

Hier ein kleiner Ausschnitt:

So aufregend hat man sich das Crossover von Mode und Kunst immer vorgestellt. Störende Gegenentwürfe kommen dank der Marketinginstrumente der Corporate Culture erst gar nicht ins Spiel. Denn als Form einer weiterreichenden Markenbildung drängt sie die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Werk selbst erfolgreich in den Hintergrund.

Wie schon das deutsche “Gesetz über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichnungen” weiß, kann “niemals ein Produkt die Marke selbst sein. Was also produktbedingt geformt ist, stellt gleichzeitig nicht die Marke des Produkts dar.” Ganz dieser Definition entsprechend wird denn auch anlässlich von Jeff Koons Versailles-Auftritt auf einer ganzen Zeitungsseite des Figaro wohl über die Gästeliste des Galadinners (u. a. die Schauspielerin Fanny Ardant, Schlankmacher Karl Lagerfeld, Albert von Monaco und Gloria, Fürstin Thurn und Taxis etc. etc.), nicht aber über die Ausstellung selbst debattiert. Sensationsheischend ist der Ton hier wie dort, wo die Kunstberichterstattung Damien Hirsts Sothebys Auktion verteidigt und feiert.

Tatsächlich steht die abenteuerliche Aktion mehr für die Marke Hirst als die sattsam bekannten Schmetterlingsbilder, Arzneimittelschränke oder in Formaldehyd eingelegten Tierkadaver seines Werks.

Dem Artikel ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, ausser wie man nun als Mensch, für den Kunst an sich bedeutsam ist, damit umgehen kann. Ich bin für Ignorieren. Wenn das gelegentlich aufgrund der Omnipresenz des Spektakels nicht klappen sollte, dann dieses einfach nicht ernst nehmen, lächeln und weitergehen, – zur Kunst. Sich ausschließlich auf die Wahrnehmung der Kunst konzentrieren und dem Ganzen Drumherum keine Beachtung schenken. Jeder Versuch auf kreative Weise das Branding-Kunst-Phänomen zu dekonstruieren wird es noch mehr stärken. De-Branding kann hier nur in der persönlichen Wahrnehmung passieren, nicht als Aktionismus. Denn letzterer würde den Brands der Kunst nur noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen und/oder im Erfolgsfall sofort vereinnahmt werden und selbst zum nächsten Kunst-Brand werden (oder zum nächsten Mode-Brand oder beides ;-)

[1] Es scheint  in unserer globalen Konsumkultur ein Imperativ des Image herrschen. Arbeite an deinem Image und nehme Images wahr! Dieser Imperativ zieht sich durch alle Bereiche und Ebenen der Gesellschaft. Alle handeln danach: Individuen, Unternehmen, Nationen, … und eben auch Künstler.

Wenn nun “Image!” der Imperativ ist, dann ist Branding, also strategisches Image Management,  das Paradigma –  das Muster, das sich durch alles zieht.

The Day I Gave Away My Fears

tdigamfmarkusvater(work by Markus Vater)

THE FREE ART FAIR 2008 (London – October 13 – 19, 2008)

the art fair where all the work is given away at the end

“Instead of art going to the highest bidder or those who can afford it, someone who really loves an artwork will be able to have it for free at the end of the fair… pieces by artists from the Saatchi Collection, Tate, galleries like White Cube and Haunch of Vension, as well as by emerging international artists.

“I thought we should do something different from what everyone else is doing at this time of year and non-commerical, and something that excites people and values art not selling…” (Jasper Joffe, founder of The Free Art Fair)

The first FREE ART FAIR 2007 was terrific and provoked heated debate about the value of contemporary art. The Daily Telegraph described it as the “most radical departure from art fair commercialism“.  Press coverage in national and international media culminated in a live broadcast of the final give away on BBC News 24. People camped out overnight to secure the piece they wanted and by morning, the queue snaked through Marylebone Street with over 700 members of the public registering interest.”

Was für ein Spektakel (Kunst, Medien, Gesellschaft)… und doch geht’s wieder um Haben-Wollen, Konsum, Kommerz und Aufmerksamkeit.

IF

Fotos halten die Wirklichkeit fest und dienen der (persönlichen) Erinnerung? Ahwah!

Blitzartig und subtil hackt sich Julius von Bismarcks Image Fulgurator (Goldene Nica auf der Ars Electronica 2008/”Interactive Art”) in die Aufnahme, manipuliert und branded Foto, Motiv oder festgehaltenes Ereignis mit Symbolen und Sätzen, etc., die einen an der eigenen Wahrnehmung der Realität zweifeln lassen, aber auch (und vor allem) zum Nachdenken bringen sollen.

Der Image Fulgurator ist ein Apparat zur minimal-invasiven Manipulation von Fotografien mit einer simplen Funktionsweise: Ein Sensor registriert, wenn ein Blitzlicht ausgelöst wird und projiziert dann für den Bruchteil einer Sekunde ein beliebiges Bild auf das Fotomotiv. Der Image Fulgurator besteht aus einer herkömmlichen Spiegelreflexkamera und einem Blitzgerät (eine digitale Variante des Bildstörers ist in Arbeit). Das zu projizierende Motiv befindet sich auf einem entwickelten Diafilm in der Kamera. Als “Projektionslampe” wird ein Blitzgerät verwendet, das hinter der Kamera montiert ist.

In einem Video auf Bismarcks Website ist die Funktionsweise des Fulgurators in der Praxis zu sehen. Am Checkpoint Charlie in Berlin wird die Apparatur eingesetzt, um auf das berühmte Schild “You are entering the American Sector” den Satz “Hundreds of people died last year by trying this at the US-Mexico border” zu projizieren – ganz zur Verunsicherung zahlreicher Touristen, die das geschichtsträchtige Schild (mit Blitz) fotografiert haben und danach ungläubig auf ihre Kameradisplays starren.

Zur Beruhigung: Julius von Bismarck, der an der Berliner Universität der Künste studiert, hat seine Erfindung bereits als Patent eingereicht hat, um zu verhindern, dass Unternehmen den Fulgurator für Werbezwecke einsetzen, siehe John Carpenters Film “They Live” (->Post von Fabio hier weiter unten).

Eine gruselige Vorstellung, plötzlich und ungewollt meine Fotos mit Werbung und Logos von Markenfirmen gebranded zu sehen. Und noch schlimmer, selbst beim Fotografieren nicht mehr davor sicher zu sein…

Verkehrte Welt 1: Vollgas Öko

green prosche

Schnelle Autos gehören zu unserem Life-Style. Wir können weiter voll Gas geben und ungebremst konsumieren. Wir müssen auf nichts verzichten und nichts verändern – schon gar nicht unsere coolen Images. Doch! Wir verleihen ihnen einen grünen Anstrich. Und alles ist gut!

“Verzichtet auf nichts und tut damit Gutes!” lautet der Tenor, in den Unternehmen einstimmen, um mit ihrem ökologischen Image ihre Produkte aufzupolieren und dem ungebremsten Kosumenten ein gutes Gewissen mitverkaufen. Was auf der Image-Ebene funktionieren mag, funktioniert allerdings meist nicht im Sinne echter Ökologie. Dies belegt der Artikel “Klein, aber oho (4): X-Leasing München” des greenpeace Lügendetektors.

eliasson ice BMW

Besonders schlau baut BMW sein Image als verantwortungsvolles und ökologisches Unternehmen auf. Mit dem „Your mobile expectations: BMW H2R Project” hilft ihnen Olafur Eliasson ihre Botschaft glaubwürdig zu kommunizieren – und verleiht obendrein dem BMW-Fahren und damit dem Fette-Autos-Fahren im Allgmeinen einen kulturellen Anstrich. Die Kunstwelt spielt bereitwillig mit. In der gesamten Presse finden sich fast ausschließlich Artikel, die Variationen oder Kopien der Pressemeldung von BMW sind. Denn wer wird schon Olafur Eliasson kritisieren. Er ist bereits eine unantastbare Icone (die würde ich mir auch kaufen, wenn ich BMW wäre).

Eliasson Your mobile Expectations

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