Archive for the 'Visuelle Kommunikation' Category

“Die Süddeutsche wird ja immer besser: Jetzt koordinieren sie bereits Titelbild mit Werbebeilage auf erfrischend subtile Art und Weise.” schreibt Frank Hutter heute Frueh via Email.
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Das erinnert mich an eine alte Arbeit von simonex, die collection esthetique (Web’Kunst anno 1999), die auch Aehnlichgkeiten von Bildern aus Kriegsdarstellungen und Mode sichtbar macht.

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Fleischatlas 2014

Für eingefleischte Vegetarier nicht neues – gutes Futter, um sich bei Fleischfreunden beliebt zu machen:

DER FLEISCHATLAS 

Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel der Monde Diplomatique zum download als PDF.

 

 

die herde wächst

Alles wird über Internet gekauft …

… So füllen sich unsere Straßen mit Paketbotenautos, entlang der Autobahnen entstehen riesige Warenverteilzentren, und zweifellos wird es im Inneren der Städte in absehbarer Zeit kein einziges Geschäft mehr geben, wozu denn? Aber da sind ja dann nutzlose Räume, leere Läden, was machen wir damit?

Im Anschluss skizziert Axel Hacke in seiner Kolumne im SZ Magazin “Das Beste aus aller Welt” im Heft 05/2014 eine fantastische Vision: die Innenstädte werden belebt durch Künstler zu Freiräumen der Muse, der Poesie, des Flanierens, … denn für den Konsum werden sie jetzt nicht mehr gebraucht. Das inspirierende an seinem wie immer charmant geschriebenen Artikel ist diese plastische Darstellung einer Vision, dieses “es könnte ganz anders sein und zwar so”, und folglich auch, “was wir haben ist nicht Gottgegeben” (z.B. die konsum-optimierten Innenstädte, Einkaufstraßen, Fußgängerzonen). Was Hacke hier vollzieht ist eine lockere Vorlage, für Schreibende, Designer, Künstler und eigentlich für Alle. Wir dürfen so frei sein unsere Träume einer anderen Welt zu skizzieren . Das ist ja schon mal ein erster Schritt. Leben müssen wir in der gegenwärtigen Welt, aber vorstellen dürfen wir uns alles (hierzu: Zizek im unabsichtlich witzigen Vortrag bei Occupy). Und in vielen Situationen können wir die Visionen auch ausprobieren. Die Gemeinschaftsgärten fallen mir dazu ein. Hier werden alternative Weisen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt – ausgezeichnet reflektiert im Buch Urban Gardaning. Eine Vielfalt an anderen Beispielen, wo Menschen spielerisch ernsthafte Alternativen gestalten sind im wunderbaren Band Die Stadt der Commonisten zusammengestellt (Vortrag von Christa Müller). Motto: nicht das Lamento und die theoretische Analyse verändern die Welt zu besseren, sondern die kreative und kollektive Praxis.

Überall poppen Alternativen auf, die konkrete Utopien entwerfen oder gar leben. Die letzte ist mir in einem Vortrag des Designers Ruedi Baur begegnet, der die öffentlichen Beschriftungen der Kleinstadt Nègrepelisse nicht wie für Designer üblich selbst entworfen hat, sondern den Bürgern geholfen hat diese selbst zu machen. Erstanden ist nicht nur ein anderes Stadtbild, sondern auch eine anderes Leben –  ein gemeinsames Schaffen, Sprechen, Zusammentreffen und gestalten (mehr zu: “Imaginer Nègrepelisse !“). Designer gestalten nicht mehr die Welt von Konsumenten, sondern helfen Bürgern ihre Welt selbst zu gestalten. Von Design-Diktator zum Gestaltungs-Fazilitator.


Peter Weibel & Co sind wieder cool. [danke, Evy für den Link]

…but always worth a quick look.
competitor_logos
… even if it is not any more subversive, but only a kind of viral advertising of stocklogos.com. Seems to work ;) Thanks Matteo for the link.

Logo manipulation seems to be back again: “How i see it” = Visual Identity Correction
mcdonalds-fat-logo
from behance.net.
more on de-brand.net softdrink (pepsi)die Wahrheit über Pesi
müh geht gegen null
müh geht gegen null (Deutsche Bank), liquidatedmcdonalds.jpg
zevs liquidated logos, etc.

 

The doomy atmosphere revokes my youth in the 80ies. Also the discourse is not completely contemporary, seems almost outworn — not considering web phenomena/critic and current approaches to eco-social/political transformation — but i think it is still relevant. In terms of style and discourse Adam Curtis and Massive Attack seems to be the perfect fit. Now that they work together i wonder why they didn’t find each other earlier. More on their current work: GuardianBBC.

I was reading about it yesterday on the Guardian in an article posted by the Adam Curtis himself. But today that page was removed, while yesterday it was even featured on the start page of the Guardian. As if it was still open in my browser, i saved it as a PDF.

More documentaries by Adam Curtis on thoughtmaybe.com — seems to be an excellent video platform for independent information (“Self-hosted, Self-funded, Self-directed, independent, autonomous”)

All this well-connects to the current affair around Edward Snowden. Listen to the remarkable interview he gave in Hong Kong.

Der “Fleischatlas”, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, Le Monde Diplomatique und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt in Texten und Grafiken die globalen Zusammenhänge der Fleischerzeugung. Daten und Fakten sprechen für sich bzw. gegen Fleischkonsum und der damit zusammenhängende Ausbeutung. Die komplette Publikation als PDF.

Fleischkonsum in einem Leben in Deutschland

 

Der Fleischatlas 2013 erzeugt ein Medienecho: Die Tageschau berichtet, ein Hörbeitrag fasst einiges Zusammen, was wir schon lange Wissen und spätestens seit We Feed the World gesehen haben oder weniger berühmte Filmchen, die viel Zeug in Zusammenhang bringen. Doch für Einige ist es immer noch eine Überraschung, dass “deutsche Schweine den Regenwald bedrohen” oder der Export von Hühnerflügeln afrikanisch Märkte und Landwirte kaputt macht. Es berichten so unterschiedliche Blätter wie die FR mit “Verhängnisvolle Vorliebe für Fleisch“, telepolis mit “Die Gier ist stärker als der Zweifel” und die WIWO mit einer Bildstrecke zu “Fünf Fakten aus dem Fleischatlas 2013“, die dort anfängt, wo alles endet, in der Wurst.

Auch Würstel sind aus Fleisch und Fleisch ist totes Tier und dies friest den Regenwald während es bis zum gewaltsamen Tod sein Dasein in einem Schweine-KZ fristet.
Auch Würstel sind aus Fleisch und Fleisch sind tote Tiere, die während sie bis zum gewaltsamen Tod ihr Dasein in einem Schweine-KZ fristen und dabei Kraftfutter fressen, für dessen Produktion der Regenwald geholzt wird und eine Menge Menschen ausgebeutet werden.


Great artwork from the current issue of the Adbusters Magazine visualizing that the differences between the two candidates are not as big as it might appear. In ignoring two major threats they actually converge, according to Noam Chomsky.

Ich möchte endlich meinen Fair-Trade Computer!

Update:
It might not be fair trade, but at least a bit more ecological: The computer of iameco
“… the PC is the first of its class to receive the EU Ecolabel. Producing about 70% less CO2 than conventional computers and made of a majority of recyclable materials” writes Morgana Matus on inhabitat.com.
Iameco Green Computers Have a Lesson or Two for Apple” is the title of the article by Mark Smith on triplepundit.com. I think we need again make pressure on Apple, like in the campaign “green my apple”
green my apple

The challenge remains to produce it also in fair ways, which might be hard, “because the supply chains are huge” as Tom Foremski writes in zdnet in his article “Who will be the first “Fair Trade” tech company? Moving beyond “green”…

Der Idee Doktor Murkes* folgt Frank Bubenzer und sammelt Schweigen und andere unerhörte Momente aus dem Fernsehen. Im Ergebnis wesentlich erhabener als das ursprüngliche Rohmaterial TV.

* Doktor Murkes gesammeltes Schweigen ist eine Kurzgeschichte von Heinrich Böll. “Das titelgebende Hobby des Dr. Murke besteht darin, dass er aus Bändern herausgeschnittenes Schweigen sammelt, um es sich abends zur Erholung von der Hohlheit und Geschwätzigkeit des Mediums, also zur Seelenhygiene, vorzuspielen.” (wikipedia.de)

Mehr auf anmutige Medienverwurschtungen sind auf der Site von Frank Bubenzer zu finden.

Nach dem Post How to look at billboards

A la “Delete”… Wollte nur ausprobieren, wie eine maschinenlesbare Stadt aussehen koennte… Die Werbetafeln komplett wegzumachen (wie in Sao Paulo) waer natuerlich das beste; den QR-Kompromiss faende ich aber auch nicht schlecht. Werbung nur fuer die, die Werbung sehen wollen. Aesthetisches Pixel-Overkill fuer alle anderen.

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