Archive for the 'Branding' Category

Intelligent pattern recognition connects images of people and brands with users in the “social web”. Imagine this combined with frictionless sharing of daily life – the Inter-Face between online and offline Identity.

image by ditto

image by ditto


from “All of Your Tumblr Photos Will Now Be Scanned for Branded Content” on motherboard:

Though the system doesn’t necessarily identify individuals in their corporeal form, it can pinpoint the top influencers on a given social network and give their online identities to companies looking to partner with their biggest fans in promotional campaigns. [...]
… users are being sold off to the highest bidder, without any kind of tangible return.
Founded in 2007, Tumblr has long been a sanctum for misfit millennials meticulously crafting identities for themselves by posting and sharing images. Surely it was only a matter of time until the site figured out a way to monetize its sizable cultural cachet, but for a platform that prides itself on facilitating self-expression and a degree of anonymity, it’s an unsettling move at the very least.

thanks Matteo for the link

coke-world-domination

… then this video is a interesting mirror = the Mad Max of privacy. Hope we find other ways to get back privacy and other civil rights.

Thank you Matteo for link and observation!

 

den 3 Grundsätzen vom Unternehmer Heini Staudinger (GEA) ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht eine Übersetzung für unsere norddeutschen Freunde ;)

1. Geh, scheiss di ned oa (“Fürchte Dich nicht” würde Jesus sagen ;)

2. Bitte sei ned so deppert (“Sei nicht Naiv, sondern probiere alles gut abzuwägen”)

3. Lass di leitn von da Liebe (“Let Love Rule”)

und ganz nebenbei sagt der Heini ein paar Schlaue Sachen über Branding und Werbung.

 


Peter Weibel & Co sind wieder cool. [danke, Evy für den Link]

Monopoly Empire = Brand Empire
With its new edition the classic capitalist game MONOPLOY finally became contemporary.

monopolyempire-BRANDS

But it’s better than a parody. Monopoly Empire is the logical culmination of decades of Monopoly games that bear the name of eras, cities, and pop cultural icons. It’s not a bastardization of the series, it’s the series in its purest form, holding up a dark mirror to the muddled excesses of late capitalism. When everything is a brand, the most subversive thing of all is to lay out what you’re doing in its baldest form.
Monopoly Empire is a commentary on all the games that have come before it. It looks your Lord of the Rings special edition in the face and says “We’re not so different, you and I.” It forces you to confront the difference between a beloved cultural icon and a piece of marketing schlock.
The Batman edition? Just a brand. Marvel? Just a brand. The NFL? Just a brand. Star Wars? Just a brand.

Adi Robertson on the verge

A parody of capitalism cannot be more krass than capatilism itself, but parodies of communism can. Just listen to the communist Känguru and Marc-Uwe Kling playing MONOPOLY in a way that meets the logic of Communism. Really funny! (in “Die Känguru-Chroniken” by Marc-Uwe Kling). Benedikt Sarreiter writes on SZ-online that the original idea of MONOPOLY was to criticize capitalism. This comes as a surprise, i guess not only for me. It seems to be another proof that it is impossible to make a parody or satire of capitalism. Critic of capitalism has to be serious it seems, as if for a satirist it might be impossible to take capitalism of over the top. Capitalism is doing this on a daily basis, without any parodistic intentions.
But citic of capitalism at least can be entertaining, moving and (unintentionally) funny, like one of my favorites: Slavoj Žižek talking within an Occupy Wallstreet Session (thanks to Daniela for the link).

…but always worth a quick look.
competitor_logos
… even if it is not any more subversive, but only a kind of viral advertising of stocklogos.com. Seems to work ;) Thanks Matteo for the link.

Logo manipulation seems to be back again: “How i see it” = Visual Identity Correction
mcdonalds-fat-logo
from behance.net.
more on de-brand.net softdrink (pepsi)die Wahrheit über Pesi
müh geht gegen null
müh geht gegen null (Deutsche Bank), liquidatedmcdonalds.jpg
zevs liquidated logos, etc.

Natura Morta - Brand alive 2


Natura Morta - Brand alive 1

 

Foto by Matteo Moretti via Email. Thank you!

Vom Hack des Burgerking twitter-Accounts, über den verbreitet wurde, dass MacDonald nun Burgerking übernommen hätte, profitieren alle Beteiligten. Die Täter ist angeblich die Anonymous-affine Gruppe #OPMadCow. Alle drei Markennamen erfahren gerade enorme Aufmerksamkeit. Ist das strategisch oder nur Quatsch? Neben der Aufmerksamkeit werden in Folge wohl vor allem die Sicherheitsstandards von Twitter optimiert, wie der Guardian berichtet. Die Kommentare auf Twitter sind durchweg erwartungsgemäß schadenfreudig. Witzig finde ich diesen hier:
donut_lie_to_me

Brand Coding / Captcha This!

“Advertisers have figured out the ideal way to help marketers force marketing communications down the throats of unsuspecting browsers…” via fluffylinks

 

“Describe this brand with any words”

is another “interesting indicator of how much brands are radicated in our culture…” Matteo Moretti

more on adage.

 

Branded ist ein modernes Märchen, in dem reale Phänomene und Mechanismen des Markensystems verarbeitet werden, teils in wortwörtlich monströsen Metaphern. Zugrunde liegt eine fundamentale Branding-Kritik:

“It’s all the Brands, it’s the System, it’s an occupation [...] It used to be that Brands were formed from peoples desires. Now it is the people that are formed according to the desires of the brands” spricht der Held.

Er sieht wie Brand-Images die Welt und das Bewusstsein der Menschen kolonialisieren – sie schaffen Sehnsüchte und beeinflussen das Handeln jedes einzelnen Menschen und sie lenken den kulturellen Drift.

Nicht einzelne Marken werden kritisiert, sondern das Paradigma Branding und die Kraft mit der es individuelle und kollektive Vorstellungen etabliert. Aus dem massenhaften Wahrnehmen, Nachahmen und Weitergeben von Markenbotschaften und -Bildern steigen Monster hervor.

Der Trick des Helden besteht darin diese Monster dazu zu bringen sich gegenseitig zu zerfleischen. Dies passiert im Luftraum über den Köpfen der Konsumenten, wo die Monster ein Eigenleben zu führen scheinen, doch geschaffen und genährt werden die Monster durch die unzähligen Marken-Kommunikationen und durch die Handlungen der Konsumenten, die diese reproduzieren. Erst wenn diese durch ihr Verhalten den Marken-Botschaften folgen, erwachsen die Marken-Monster. Sie sind abhängig von den Menschen, die sie ernähren.

Die Konstruktion in zwei Ebenen, am Boden die Menschen und ihre Kommunikationen, und über den Köpfen die Monster, die von ihnen geschaffen werden, hat parallelen zum Image-Modell* von Alexander Hatzhold und mir. In diesem sind es die “Images”, die wie Wolken im Himmel schweben.

Sie werden geschaffen, wenn ähnliche Artikulationen (Bilder, Botschaften, Gesten, etc.) einer Marke im Netzwerk der Kommunikationen massenhaft reproduziert werden und sich darin stabilisieren. Dann entsteht eine Image Wolke, auf die ein jeder die vielfach wahrgenommenen Eigenschaften einer Marke quasi projiziert – und es erscheint so als gäbe es da draußen ein gefestigtes Image, dem jeder die Eigenschaften zuschreiben kann, von denen er weiss, dass die viele sie kennen (da sie ja vielfach zu sehen sind). All dies kann hier nur angerissen werden. Die Grafiken bedürften einer Erklärung, aber auch ohne eine solche mögen sie ein Ahnung geben.

Als Film ist Branded irritierend, weil er recht wild die Mittel mehrerer Genres vermischt und gleichzeitig versucht Hollywood-artige Unterhaltung zu liefern, was nicht ganz gelingt, da die hohen Produktionsstandards von Hollywood-Knallern nicht erreicht werden. Vor allem aber liefert sich “Branded” der Kritik aus, weil die besagte Vermischung Erwartungen und Lesegewohnheiten bricht.

Mich stört all dies nicht. Ich fand das wilde und wirre Durcheinander anregend und die nicht ganz perfekten, aber treffenden Bilder und Effekte in ihrem zusammenwirken originell. Branded ist als ernstes Comic zu lesen, nicht als komische Satire. Im Comic ist alles möglich. Es darf überzeichnet werden und dennoch kann sich alles sich auf einer ernsthaften Basis bewegen ohne notwendigerweise lustig sein zu müssen.

Vor allem aber kenne ich keinen Spielfilm der unsere Brave New Brand World so treffend als ein destruktives System darstellt, als eine systemische Verschwörung. Vor allem aber kenne ich keinen Spielfilm der unsere Brave New Brand World so treffend als ein destruktives System darstellt, als eine systemische Verschwörung. Logorama ist dagegen nur ein harmloser wenn auch exzellent gemachter Gimmick. Während William Gibson’s Roman Mustererkennung ebenfalls eine hypersensible Heldin als Markengenie präsentiert und mit ihr eine spannende Geschichte erzählt, die aber weniger Branding-Realität von heute auf den Punkt bringt. Branded zielt auf Muster der alten Massenmedien ab. Doch so bleibt noch Platz für eine zweite Folge, in der Branding mit und in Social Media und Big Data spielt, was man ohnehin noch nicht so richtig zu fassen kriegt.

Der gewalttätige Aufstand gegen die Protagonisten des Systems am Ende des Films entspricht der klassischen Dramaturgie, doch eigentlich wäre es ausreichend, wenn die Menschen Marken nicht mehr wichtig nähmen und ihnen einfach nicht mehr folgten. Den Marken-Monstern würde ebenso wie unseren Image-Wolken die Luft ausgehen. Wie schlaffe Luftballons würden sie zu Boden sinken und mit den schwindenden Erinnerungen in den Köpfen der Menschen verrotten. Der Film hingegen setzt mehr auf Muster tradierter Helden-Geschichten, derer sich auch die Marken gerne bedienen, und spielt auf der Klaviatur des “Spektakels”, dessen Herrschaft er damit stärkt. Aber wer möchte schon ein Ende wie ein stilles dahinschwinden haben? Ich. Denn ein spektakulärer Kampf erzeugt nur wieder neue Monster / Images.

* aus dem nie vollendeten Buch “De-Branding”

Grafiken: Nadja Belg

Wenn es darum geht das Klima zu retten positionieren sich Politiker und Unternehmen gerne weit vorne und konkurrieren so mit Aktivisten (und andren Stimmen). Ein interessantes Beispiel liefert mal wieder eine Suche auf google, wo unter den Top-Anzeigen Siemens mit der Kampagnenplattform campact.de konkurriert.

Wer sich wie positionieren will (und die Mittel dafür hat), zeigt sich wenn die Suchwörter variiert werden. Desertec passt natürlich in die Wüste und damit zum Suchwort “doha”.

Die Anzeige unter der simplen Suche nur nach “Klimagipfel” (ohne Zusätze wie “2012″ oder “doha”) wollte (und konnte) sich nur Siemens leisten.

So viel zum Wettbewerb um Sichtbarkeit.

Die Fakten schauen ganz anders aus.Treibhausgas-Emissionen steigen munter weiter” titelt telepolis und verweist auf die aktuelle Statistik des Global Carbon Project “CO2Budget 2012“. Hanno Böck hält die Klimakonferenzen gar für “Nicht nur nutzlos, sondern schädlich“, weil  “sie simulieren, dass man sich mit dem Problem beschäftigt. Ein Neuanfang würde den Raum öffnen, um ernsthafte Lösungsansätze zu diskutieren. Ein solcher könnte sein, die 500 Milliarden Dollar an Subventionen, welche die fossile Energieindustrie jährlich erhält, sofort und ersatzlos zu streichen.”

“warum regt sich da eigentlich niemand drüber auf?”
fragt Frau K. (danke für den Hinweis).
Ich verstehe das auch nicht. Selbst der Google Watch-Blog findet alles ganz normal. Lediglich dem Stern ist’s eine schnippische Bemerkung wert “Welche Leistung bislang immer nur David Hasselhoff für sich beansprucht hat, schreibt sich jetzt Google auf die Fahne. In seinem heutigen Doodle reißt die Suchmaschine die Mauer ein.”

Google = Freiheit und Friede, deshalb dürfen sie auch irgendwie die Mauer eingerissen haben, egal ob es google damals schon gab oder eben nur das Logo schon mal den Mauerstürmern geholfen hat. Naja, Gandhi war ja auch schon für Apple. Oder umgekehrt?

Der trägt doch glatt ein iPad unterm Arm.

Hier findet sich eine Sammlung aller Wiedervereinigungs-Doodles.