{"id":871,"date":"2014-02-15T09:41:53","date_gmt":"2014-02-15T09:41:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.de-brand.net\/blog\/?p=871"},"modified":"2014-02-15T09:59:37","modified_gmt":"2014-02-15T09:59:37","slug":"visionen-und-gestaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.de-brand.net\/blog\/2014\/02\/15\/visionen-und-gestaltung\/","title":{"rendered":"Stellt es euch vor und tut es. Die Gestaltung der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Alles wird \u00fcber Internet gekauft &#8230;<\/p>\n<blockquote><p>&#8230; So f\u00fcllen sich unsere Stra\u00dfen mit Paketbotenautos, entlang der Autobahnen entstehen riesige Warenverteilzentren, und zweifellos wird es im Inneren der St\u00e4dte in absehbarer Zeit kein einziges Gesch\u00e4ft mehr geben, wozu denn? Aber da sind ja dann nutzlose R\u00e4ume, leere L\u00e4den, <strong>was machen wir damit?<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Im Anschluss skizziert Axel Hacke in seiner Kolumne im SZ Magazin <a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/41495\">&#8220;Das Beste aus aller Welt&#8221; im Heft 05\/2014<\/a> eine fantastische Vision: die Innenst\u00e4dte werden belebt durch K\u00fcnstler zu Freir\u00e4umen der Muse, der Poesie, des Flanierens, &#8230; denn f\u00fcr den Konsum werden sie jetzt nicht mehr gebraucht. Das inspirierende an seinem wie immer charmant geschriebenen Artikel ist diese plastische Darstellung einer Vision, dieses &#8220;es k\u00f6nnte ganz anders sein und zwar so&#8221;, und folglich auch, &#8220;was wir haben ist nicht Gottgegeben&#8221; (z.B. die konsum-optimierten Innenst\u00e4dte, Einkaufstra\u00dfen, Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen). Was Hacke hier vollzieht ist eine lockere Vorlage, f\u00fcr Schreibende, Designer, K\u00fcnstler und eigentlich f\u00fcr Alle. Wir d\u00fcrfen so frei sein unsere Tr\u00e4ume einer anderen Welt zu skizzieren . Das ist ja schon mal ein erster Schritt. Leben m\u00fcssen wir in der gegenw\u00e4rtigen Welt, aber vorstellen d\u00fcrfen wir uns alles (hierzu: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HdyMV1AKHGg\">Zizek im unabsichtlich witzigen Vortrag bei Occupy<\/a>). Und in vielen Situationen k\u00f6nnen wir die Visionen auch ausprobieren. Die Gemeinschaftsg\u00e4rten fallen mir dazu ein. Hier werden alternative Weisen des Zusammenlebens und -arbeitens erprobt \u2013 ausgezeichnet reflektiert im Buch <a href=\"http:\/\/www.urban-gardening.eu\/\">Urban Gardaning<\/a>. Eine Vielfalt an anderen Beispielen, wo Menschen spielerisch ernsthafte Alternativen gestalten sind im\u00a0wunderbaren Band <a href=\"http:\/\/www.transcript-verlag.de\/978-3-8376-2367-3\/stadt-der-commonisten?c=793\">Die Stadt der Commonisten<\/a> zusammengestellt <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=I7RM8GgR-18#t=389\">(Vortrag von Christa M\u00fcller<\/a>). Motto: <strong>nicht das Lamento und die theoretische Analyse ver\u00e4ndern die Welt zu besseren, sondern die kreative und kollektive Praxis.<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberall poppen Alternativen auf, die konkrete Utopien entwerfen oder gar leben. Die letzte ist mir in einem Vortrag des Designers <a href=\"http:\/\/new.ruedi-baur.eu\">Ruedi Baur<\/a> begegnet, der die \u00f6ffentlichen Beschriftungen der Kleinstadt\u00a0N\u00e8grepelisse nicht wie f\u00fcr Designer \u00fcblich selbst entworfen hat, sondern den B\u00fcrgern geholfen hat diese selbst zu machen. Erstanden ist nicht nur ein anderes Stadtbild, sondern auch eine anderes Leben \u2013\u00a0 ein gemeinsames Schaffen, Sprechen, Zusammentreffen und gestalten (mehr zu: &#8220;<a href=\"http:\/\/la-cuisine.fr\/civic-city\">Imaginer N\u00e8grepelisse\u00a0!<\/a>&#8220;). Designer gestalten nicht mehr die Welt von Konsumenten, sondern helfen B\u00fcrgern ihre Welt selbst zu gestalten. <strong>Von Design-Diktator zum Gestaltungs-Fazilitator.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles wird \u00fcber Internet gekauft &#8230; &#8230; So f\u00fcllen sich unsere Stra\u00dfen mit Paketbotenautos, entlang der Autobahnen entstehen riesige Warenverteilzentren, und zweifellos wird es im Inneren der St\u00e4dte in absehbarer Zeit kein einziges Gesch\u00e4ft mehr geben, wozu denn? Aber da sind ja dann nutzlose R\u00e4ume, leere L\u00e4den, was machen wir damit? 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