{"id":458,"date":"2009-12-26T20:41:25","date_gmt":"2009-12-26T18:41:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.de-brand.net\/blog\/458\/"},"modified":"2009-12-26T20:41:25","modified_gmt":"2009-12-26T18:41:25","slug":"458","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.de-brand.net\/blog\/2009\/12\/26\/458\/","title":{"rendered":"Auto \u2013 von Arbeit bis Image"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.autofreie-stadt.de\/media\/autofrei\/wolverhampton_carfree_jpg_versions\/medium_wolverhampton_carfree.jpg\" alt=\"Autostatd vs. Stadt ohne Autos\" \/><\/p>\n<p>In dem Artikel &#8220;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31641\/1.html\">Abgesang aufs Auto<\/a>&#8221; fasst Birgit G\u00e4rtner auf telepolis die Veranstaltung &#8220;<a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/nc\/wir_in_europa\/sabine_wils\/termine\/detail\/zurueck\/termine-10\/artikel\/elektromobilitaet-und-oekologischer-umbau\/\">Auswirkung einer Einf\u00fchrung von Elektrofahrzeugen auf die Klimagasemissionen und die Konsequenzen f\u00fcr die Autoindustrie<\/a>&#8221; zusammen. Es werden treffende Frage zum Thema Auto, Umwelt und Arbeit gestellt und &#8220;L\u00f6sungsans\u00e4tze&#8221; angerissen. Hier ein paar wenige Fragmente:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Fazit der Veranstaltung: Der Privat-PKW ist pass\u00e9, die \u00f6konomische Krise kann nur durch gesellschaftlich notwendige und umweltfreundliche Produktion gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>&#8220;Wir brauchen gesellschaftlich notwendige und n\u00fctzliche Besch\u00e4ftigung, die Autoproduktion geh\u00f6rt definitiv nicht dazu.&#8221; [sagt Uwe Fritsch, Vorsitzender des Betriebsrats von VW-Braunschweig]. Das in den K\u00f6pfen der Besch\u00e4ftigten zu verankern, sei in einem Land, in dem das Auto das &#8220;zweite Wohnzimmer&#8221; sei, allerdings nicht so einfach.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Der VW-Betriebsrat hat durchgesetzt, das ein Promille des Gesamtumsatzes in alternative Produktionskonzepte investiert werden m\u00fcssen. &#8220;Das sind bei VW immerhin 100 Millionen Euro pro Jahr&#8221;, so Fritsch. Das Werk in Braunschweig kooperiere mit dem Stromanbieter Lichtblick, dessen Blockheizkraftwerke bei VW gebaut w\u00fcrden. &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die K\u00f6pfe der Leute benennt Fritsch als ein wesentliches Problem. Dem Auto zu entsagen ist schwierig in einer Auto-Kultur, die immerzu gen\u00e4hrt wird von immensen Budgets f\u00fcr Marketing-Kommunikation der Automobilindustrie. Kommunikativ ist diese ja sehr anpassungsf\u00e4hig und arbeitet an <a href=\"http:\/\/www.de-brand.net\/blog\/verkehrte-welt-1-vollgas-oko\/\">&#8220;gr\u00fcn-nachhaltigen&#8221; Images<\/a>. Klar, <a href=\"http:\/\/www.de-brand.net\/blog\/verkehrte-welt-2-oko-image-vs-oko-realitat\/\">die gilt es zu enttarnen<\/a>, wenn sie nicht mit den Fakten \u00fcbereinstimmen, aber <a href=\"http:\/\/www.de-brand.net\/blog\/auto-erganzungen\/\">Kritik alleine<\/a> ist zu wenig. Es gilt &#8220;autofreie Lebensweisen&#8221; attraktiv darzustellen und  Images zu aufzubauen, die f\u00fcr diese &#8220;neue Wirklichkeit&#8221; stehen. Die entsprechenden Bilder und Botschaften m\u00fcssten entsprechend verbreitet werden. Auch hierf\u00fcr w\u00fcrde &#8220;ein Promille des Gesamtumsatzes&#8221; schon einiges Bewegen k\u00f6nnen (an Budget zur Kreation und Verbreitung ebensolcher Images). Wie kommen wir zu einer ausgewogeneren Pr\u00e4senz von Themen und Images? Zu mehr Kommunikation von Anliegen und Aussagen hinter denen nicht prim\u00e4r Interessen und Budgets der Industrie stehen?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.autofreie-stadt.de\/media\/autofrei\/verschwendung_des_oeffentlichen_raums_jpg_versions\/medium_verschwendung_des_oeffentlichen_raums.jpg\" alt=\"Platzbedarf: Auto vs. Bus\" \/><\/p>\n<p>Die Bilder stammen von der Web-Site <a href=\"http:\/\/www.autofreie-stadt.de\">Autofreie Stadt<\/a> (Danke f\u00fcr die Leihgabe!) von den Beitr\u00e4gen &#8220;<a href=\"http:\/\/www.autofreie-stadt.de\/2009\/10\/eu-strassen-wieder-fuer-menschen-nutzbar-machen\/\">Europ\u00e4ische Kommission: Stra\u00dfen Wieder f\u00fcr Menschen nutzbar machen<\/a>&#8221; (zur Studie &#8220;<a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/environment\/pubs\/pdf\/streets_people.pdf\">Reclaiming city streets for people<\/a>&#8221; der EU-Kommision) und &#8220;<a href=\"http:\/\/www.autofreie-stadt.de\/2008\/12\/interview-mit-hermann-knoflacher\/\">Interview mit Hermann Knoflacher<\/a>&#8221; (ein Hinweis auf <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/38\/Interv_-Knoflacher?page=all\">ein Interview<\/a> mit dem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hermann_Knoflacher\">autokritischen Verkehrsforscher<\/a> in der Zeit). Weitere relevante Beitr\u00e4ge zum Thema finden sich auch im Magazin von <a href=\"http:\/\/www.fairkehr-magazin.de\/\">fairkehr<\/a>. In welche Richtung es (ohne Auto) gehen k\u00f6nnte deutet ein <a href=\"http:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/Vier_autofreie_Sonntage.html?cid=3265976\">ein Beitrag<\/a> \u00fcber eine Volksinitiative in der Schweiz an, die &#8220;verlangt, dass viermal pro Jahr alle Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze nicht f\u00fcr Autos, sondern f\u00fcr autofreie Mobilit\u00e4t, f\u00fcr &#8216;Lifestyle&#8217; zur Verf\u00fcgung stehen.&#8221;* Ja, ein Lifestyle sollte es werden, es darf Spa\u00df machen und soll als Bereicherung empfunden werden, nicht als bitterer Verzicht \u2013 denn mit Verzicht l\u00e4sst sich nichts gewinnen, zumindest nicht &#8220;die&#8221; \u00f6ffentliche Meinung. So was lifestyliges wie &#8220;LOHAS&#8221; (blo\u00df ohne Auto und f\u00fcr die Massen) m\u00fcsste daraus werden, aus der Idee der autofreien Gesellschaft, damit diese Realit\u00e4t werden kann. Wie w\u00e4r&#8217;s mit &#8220;FAQL&#8221; (Fresh Air and Quality of Life) oder Lifestyle of Fresh Air (LOFA) \u2013 naja, da darf noch gebrainstormt werden ;-)<\/p>\n<p>&#8230; und wer sich noch an die <a href=\"http:\/\/einestages.spiegel.de\/external\/ShowAuthorAlbumBackground\/a843\/l0\/l0\/F.html#featuredEntry\">autofreien<\/a> <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/auto\/Der-erste-autofreie-Sonntag-am-25-November-1973_bid_1433.html#\">Sonntage<\/a> <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/hermes\/cme1,297953.html\">in den 70ern<\/a> erinnert, wei\u00df wie toll es war auf der Autobahn Rollschuh zu fahren (derlei tief sitzende positive Erinnerungen an ein kindliches Vergn\u00fcgen w\u00fcrde ich nutzen, wenn es darum ginge ein positives &#8220;autofrei-Image&#8221; aufzubauen).<\/p>\n<p>* Ergebnis der Volksabstimmung vom 18.5.2003: 62.4% dagegen, 37.6 f\u00fcr autofreie Tage (Beteiligung 49.8% \/ <a href=\"http:\/\/www.admin.ch\/ch\/d\/pore\/va\/20030518\/index.html\">Quelle<\/a>). W\u00e4re interessant zu erfahren, wie hier und heute eine solche Abstimmung ausfallen w\u00fcrde. Zumindest regional sollten autofreie Tage attraktiv vermittelt werden k\u00f6nnen \u00e0 la &#8220;M\u00fcnchen feiert den Sommer \u2013 ohne Autos und draussen&#8221;. Dabei w\u00fcrden wieder wunderbar autofreie Assoziationen in die K\u00f6pfe der Menschen gelangen&#8230;. und nach und nach f\u00fcgt sich das Image vom autofreier Freude und Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.autofreie-stadt.de\/media\/autofrei\/gehzeug_jpg_versions\/small_Gehzeug.jpg\" alt=\"Aktion auf Verkehrsinsel\" \/><\/p>\n<p>&#8230; so weit ein paar bruchst\u00fcckhafte Ans\u00e4tze. Fortsetzung folgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem Artikel &#8220;Abgesang aufs Auto&#8221; fasst Birgit G\u00e4rtner auf telepolis die Veranstaltung &#8220;Auswirkung einer Einf\u00fchrung von Elektrofahrzeugen auf die Klimagasemissionen und die Konsequenzen f\u00fcr die Autoindustrie&#8221; zusammen. Es werden treffende Frage zum Thema Auto, Umwelt und Arbeit gestellt und &#8220;L\u00f6sungsans\u00e4tze&#8221; angerissen. 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