Wenn es darum geht das Klima zu retten positionieren sich Politiker und Unternehmen gerne weit vorne und konkurrieren so mit Aktivisten (und andren Stimmen). Ein interessantes Beispiel liefert mal wieder eine Suche auf google, wo unter den Top-Anzeigen Siemens mit der Kampagnenplattform campact.de konkurriert.

Wer sich wie positionieren will (und die Mittel dafür hat), zeigt sich wenn die Suchwörter variiert werden. Desertec passt natürlich in die Wüste und damit zum Suchwort “doha”.

Die Anzeige unter der simplen Suche nur nach “Klimagipfel” (ohne Zusätze wie “2012″ oder “doha”) wollte (und konnte) sich nur Siemens leisten.

So viel zum Wettbewerb um Sichtbarkeit.

Die Fakten schauen ganz anders aus.Treibhausgas-Emissionen steigen munter weiter” titelt telepolis und verweist auf die aktuelle Statistik des Global Carbon Project “CO2Budget 2012“. Hanno Böck hält die Klimakonferenzen gar für “Nicht nur nutzlos, sondern schädlich“, weil  “sie simulieren, dass man sich mit dem Problem beschäftigt. Ein Neuanfang würde den Raum öffnen, um ernsthafte Lösungsansätze zu diskutieren. Ein solcher könnte sein, die 500 Milliarden Dollar an Subventionen, welche die fossile Energieindustrie jährlich erhält, sofort und ersatzlos zu streichen.”

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